Print Friendly, PDF & Email

Das System IRIS-T SLM bewährt sich tagtäglich in der Ukraine. „Very successful, close to 100% hit rate“, so kennzeichnete es Helmut Rauch, CEO von Diehl Defence, der zusammen mit CPO Dr. Harald Buschek auf der IlA das Portfolio zur bodengebundenen Luftverteidigung vorstellte. Eine Feuereinheit besteht aus einer taktischen Operationszentrale, drei Werfern und der Radareinheit. Angekommen in einer neuen Stellung ist sie in 15 Minuten einsatzbereit und kann rundum, 360 Grad, wirken. In ebenfalls 15 Minuten kann sie die Stellung wieder verlassen, um sich der gegnerischen Aufklärung und dem Gegenfeuer zu entziehen.

blank
Im Gespräch mit Helmut Rauch (re.): Vor dem Modell der IRIS-T SLX zeigt der Redaktionelle Direktor des Mittler Report Verlages, Burghard Lindhorst, dem CEO von Diehl Defence das Interview in der Sonderausgabe zur ILA. (Foto: MRV/Annette Riedl)

Zwei neue Systeme werden derzeit auf Basis der bereits vorhandenen Konfiguration entwickelt. IRIS-T SLX soll dank eines „Dual-pulse“ Motors über eine Reichweite bis zu 80 km verfügen und in bis 30km Höhe wirken können. Dazu werden keine neuen Fahrzeuge benötigt. Die größeren Raketen können in die bestehenden Werfer integriert und diese gemischt mit SLM und SLX beladen werden. In rund vier Jahren sollen sie einsatzbereit sein, sagte Rauch. Nur und 50-60 Soldaten werden für den Feuerkampf rund um die Uhr 24/7 benötigt.

Des Weiteren arbeitet Diehl an einer zweistufigen Rakete zur Abwehr von Hyperschallwaffen. Sie besteht aus einem Booster als Starttriebwerk und dem „Kill vehicle“ für den „direct hit“. Das soll sie befähigen, Ziele in bis zu 100 km und einer Höhe von 50km mit einer hohen Agilität zu bekämpfen.

In unserem Interview mit Arne Nolte, dem Head of Strategic Marketing Ground Based Air Defence bei Diehl Defence, in dem Sonderheft zur ILA „Neue Fähigkeiten für die Luftwaffe“ finden sie weitere Informationen.

Redaktion / buli