Die OCCAR als Auftraggeber mit Vertretern der vier Kundennationen (Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien) und Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer haben am 15. Mai die Zwischenprüfung der Architektur und des Systementwurfs ((Preliminary Design Review, PDR) des MALE RPAS-Programms (Medium-Altitude, Long-Endurance Remotely Piloted Air System) Eurodrone erfolgreich abgeschlossen. Das ist gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan eine Verzögerung von rund neun Monaten.
In einer gemeinsamen Presseerklärung stellen die Partner fest, das PDR beweise, dass der ursprüngliche Entwurf des Flugzeugs durchgängig ausgereift ist und den Weg für die Detailplanung geebnet ist. Dem PDR liegen die Ergebnisse verschiedener technischer Bewertungen und Evaluierungen zugrunde, wie z. B. Windkanaltests zur Bestätigung der aerodynamischen Konfiguration der Eurodrone, des Gesamtentwurfs zur Sicherstellung des Nachweises der Betriebsfähigkeit und der Validierung eines vollständig repräsentativen Digital Twin. Von Anfang an profitiere das Eurodrone-Programm von zwei Entwurfsphilosophien – der physischen und der digitalen.

Die Entwicklung der Eurodrohen wird jetzt fortgeführt mit dem Ziel, die kritische Entwurfsprüfung (Critical Design Review, CDR) zu erreichen. Hierbei wird festgestellt, ob alle Komponenten des Fluggeräts produktionsreif sind. Das CDR ist der erste Abbruchmeilenstein des Vertrages.
Nach Plan sollte noch in diesem Jahr der Bau des ersten Prototypen beginnen. Als Termin für den Erstflug ist im 18. Rüstungsbericht 2027 vorgesehen und die Auslieferung des ersten Serienflugzeugs und einer Bodenkontrollstation an Deutschland soll 2030 erfolgen.
Die Eurodrohne dient nach Angabe der Bundeswehr der dringend erforderlichen, dauerhaften Bereitstellung von hochwertigen Fähigkeiten in der durch ein unbemanntes Luftfahrzeug möglichen Qualität zur Erweiterung der Fähigkeiten der Bundeswehr, insbesondere in den Bereichen Aufklärung und Schutz. Bis diese Fähigkeiten nach 2030 erreicht werden, decken die German Heron TP (GHTP) die Fähigkeitslücke ab. Die GHTP hatte gerade ihren Erstflug im deutschen Luftraum (ESuT berichtete).
Redaktion / gwh









