Das Weltraumkommando der Bundeswehr mit Sitz in Uedem bündelt die Aufgaben der militärischen Weltraumnutzung und ist zentraler Kompetenzträger der Bundeswehr für die Planung und Führung von Weltraumoperationen. Jürgen Fischer sprach mit dem Kommandeur, Generalmajor Michael Traut, über Aufgaben und Herausforderungen.

ES&T: Was genau ist der Auftrag Ihres Kommandos?
Traut: Das Weltraumkommando der Bundeswehr kümmert sich um die Sicherheit der Weltraumfähigkeiten der Bundeswehr und auch darüber hinaus. Im erdnahen Weltraum befinden sich etwa 30.000 bis 40.000 Objekte, die größer sind als ca. 10 cm, ca. 9.400 davon sind inzwischen aktive Satelliten. Beim Begriff „Weltraumsicherheit“ unterscheiden wir zwischen Space Safety im Sinne der Verkehrssicherheit und Space Security. Space Safety bedeutet, dass wir für den sicheren Betrieb von Weltraumsystemen sorgen und Unfälle vermeiden, z. B. dass keine Satelliten miteinander oder mit Weltraumschrott kollidieren. Zu Space Safety gehört auch, dass wir das Weltraumwetter, zum Beispiel Sonnenstürme, beobachten und bei Bedarf Betreiber warnen, um Auswirkungen auf weltraumgestützte Dienste zu minimieren.