Mit der Übergabe des letzten Transportflugzeugs C-130J am 19. April an die deutsch-französische Lufttransportstaffel in Evreux/Frankreich ist der deutsche Anteil komplett. Die vier französischen Maschinen waren schon bis 2020 geliefert worden. Damit verfügt die Lufttransportstaffel über insgesamt zehn Maschinen, je zur Hälfte in der Langversion C-130J-30 und in der Tankerversion KC-130J.

Mit der Ankunft des sechsten Transportflugzeugs C-130J ist die Ausstattung der deutsch-französischen Lufttransportstaffel komplett. (Foto: Bundeswehr Birte Chilcott)

2018 hatte die Bundeswehr die Beschaffung der sechs Transportflugzeuge im Rahmen des Verfahrens Foreign Military Sales (FMS) eingeleitet. Nachdem die erste Maschine 2022 in Evreux angekommen ist (ESuT berichtete), konnte jetzt mit der Übergabe der sechsten Maschine mit der Kennung 55+06 das Beschaffungsverfahren planmäßig abgeschlossen werden.

Nach Aussage des Projektleiters im BAAINBw, hat sich die Beschaffung eines ausgereiften, marktverfügbaren Flugzeugmusters bewährt. Mit der C-130J erhalte die Truppe ein leistungsstarkes und von vielen Luftstreitkräften geschätztes Flugzeugmuster. In der Kooperation mit dem Partner Frankreich werde deren Einsatz noch wirkungsvoller.

Ihre Bewährungsproben haben die Maschinen schon lange hinter sich, schreibt die Bundeswehr auf ihrer Webseite. Zuletzt waren deutsche C-130J-30 und KC-130J im Rahmen der Versorgung des Gaza-Streifens aus der Luft („Air Drop Gaza“) im Einsatz.

Gerhard Heiming