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Die belgische Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder hat auf der Informationsplattform LinkedIn die bereits im Juli von hochrangigen Militärs angekündigten Absicht zum Beitritt in das Programm Next Generation Weapon System / Future Combat Air System (FCAS) bestätigt und einen Zeitplan bekanntgegeben.

Noch in diesem Jahr will Belgien das Beobachterabkommen unterzeichnen und sich ab 2024 in die Programmarbeit einsteigen. Der offizielle Beitritt in das FCAS-Programm ist für Juni 2025 geplant. Dazwischen liegt das Aufnahmeverfahren mit der Abstimmung der Beteiligten und der auf Regierungsebene einzuholende Zustimmung.

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Das Future Combat Air System soll ab 2024 mit einem Waffensystem der nächsten Generation, unbemannten Flugsystemen und einer Combat Cloud realisiert werden. (Foto: Airbus)

„Dies unterstreicht unser Engagement und ist ein entscheidender Schritt in Richtung globaler Sicherheit und Innovation“, schreibt Dedonder auf LinkedIn. Die Entwicklung einer Luftkampffähigkeit der nächsten Generation sei eine einzigartige Chance für Europa, so Dedonder weiter. Auf diese Weise setze sich Belgien für Frieden, Stabilität und Innovation in der Verteidigung ein und baue gemeinsam eine sichere und wohlhabende Zukunft für unsere Nation und unsere Partner auf.

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FCAS ist ein Programm zur Entwicklung eines zukünftigen Kampfflugzeugsystems, das in Deutschland nach 2040 den Eurofighter und die F-35 ablösen soll. 2019 begann die intensive gemeinsame deutsch/französische Entwicklung, der kurz danach Spanien beigetreten ist. Belgien hatte von Anfang an sein Interesse bekundet und Beteiligung angeboten. Die wesentlichen Industriepartner sind Dassault Aviation auf der französischen und Airbus auf der deutschen und spanischen Seite.

Gerhard Heiming