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ESuT hat mit Flottillenadmiral Andreas Czerwinski, Abteilungsleiter See im BAAINBw, ein Interview geführt – über die Instandsetzungsmaßnahmen bei Schiffen und Booten, das Marinearsenal und über Cybersecurity.

ES&T: Der Inspekteur der Marine wie auch sein Stellvertreter, der Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, weisen auf die mangelnde Verfügbarkeit von Einheiten infolge von Instandsetzungsmaßnahmen hin. Woran klemmt es aus Ihrer Sicht?

Czerwinski: Der Ursprung des Übels liegt in der Entscheidung aus dem Jahr 2011, das Marinearsenal faktisch zu halbieren. Gleichzeitig hat die Überalterung der Flotte insbesondere bei den Unterstützungs- und Hilfsschiffen sowie zwingend erforderliche Maßnahmen zum Erhalt der Einsatzreife der Kampfschiffe und -boote dazu geführt, dass Umfang und Häufigkeit von Instandsetzungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren angestiegen sind. Zusätzlich führten diverse Änderungen der vergaberechtlichen Vorgaben sowie die Klagefreudigkeit der deutschen Werftindustrie dazu, dass das Marinearsenal in den Jahren 2020 und 2021 zusätzlich belastet wurde, sodass es zu Verzögerungen kam, die Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Einheiten hatten.

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