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Die luxemburgischen Streitkräfte haben General Dynamics European Land Systems (GDELS) mit der Herstellung und Lieferung von 80 geschützten Fahrzeugen des Typs Eagle V 4×4 beauftragt, wie aus einer Meldung der luxemburgischen Streitkräfte hervorgeht. Demnach wurde am vergangenen Donnerstag ein entsprechender Vertrag über die Beschaffungsagentur NATO Support and Procurement Agency (NSPA) gezeichnet, der auch die logistische Unterstützung für die Fahrzeuge durch die NSPA enthält.

Das Gesamtvolumen des Vertrags beläuft sich Medienberichten zufolge auf 367 Millionen Euro, von denen 228,5 Millionen Euro für die Erstbeschaffung und weitere 138,5 Millionen Euro für die Wartung und Aufrüstung in den nächsten 15 Jahren veranschlagt sein sollen. Die ersten Lieferungen werden im Dezember 2024 erwartet, die letzten Fahrzeuge sollen im Juli 2026 ausgeliefert werden.

Mit den als Command, Liaison and Reconnaissance Vehicles (CLRV) – auf Deutsch: Führungs-, Verbindungs- und Aufklärungsfahrzeug – bezeichneten Fahrzeugen sollen die in die Jahre gekommen Dingo-Fahrzeuge der luxemburgischen Armee ersetzt werden, von denen 90 im Einsatz sind.

Der 285 PS starke, geländegängige CLRV bietet Platz für eine fünfköpfige Besatzung und ist gegen Minen, Artilleriesplitter und Handfeuerwaffenbeschuss geschützt. Der Cummins-6-Zylinder-Dieselmotor beschleunigt das Fahrzeug über ein 2500-Automatikgetriebe von Allison auf maximal 110 km/h. Der EAGLE V 4×4 bietet bei einem Gesamtgewicht von 11,5 Tonnen eine Nutzlast von 3,5 Tonnen.

Die Fahrzeuge werden mit der stabilisierten, ferngesteuerten Waffenstation „DeFNder Medium“ von FN Herstal ausgerüstet. Der DeFNder Medium kann mit einem schweren Maschinengewehr, Kaliber 12,7 mm x 99, oder einer 40-mm-Granatmaschinenwaffe sowie Nebelwerfern ausgestattet werden.

Zusätzlich zu der Waffenstationen werden die CLRVs über das Kommunikationssystem Scorpion von Thales verfügen. Dieses System ist bereits bei den belgischen Streitkräften im Einsatz. Die Einführung des Systems in die luxemburgische Armee soll eine bessere Interoperabilität zwischen den Streitkräften der beiden Länder ermöglichen.

Thomas Nielsen