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Der schwedische Optik-Spezialist Aimpoint hat Mitte Januar 2022 in einem weltweiten online-Event sein neues Visier Duty RDS vorgestellt. Das 80 mm lange, 38 mm breite, 67 mm hohe und 161 Gramm schwere Aimpoint Duty RDS bietet einen hellen, scharfen Rotpunkt mit 2-MOA-Abdeckung. Das hat sich für kurze bis mittlere Distanzen als praxistauglich herausgestellt. Die Seiten- und Höhenverstellungen sind bündig in das Gehäuse eingelassen und wasserdicht, so dass keine Schutzkappen erforderlich sind. Die Stellräder bieten hörbare „Klicks“, um das Einstellen der Optik zu erleichtern. Das Aimpoint Duty RDS bietet vier Nachtsicht und sechs Tagsicht-Helligkeitsstufen. Der Helligkeitsstufenschalter ist als neuartiges digitales Tastenfeld ausgelegt, welches sich auch mit Handschuhen einfach bedienen lässt.

Das Gehäuse ist aus einer druckgeschmiedeten Aluminiumlegierung hergestellt und damit widerstandsfähig gegen extreme Beanspruchung und starke Temperaturschwankungen. Das Visier ist vibrations- und stoßfest und wasserdicht bis auf 25 Meter Tauchtiefe. Die mit einer CR2032-Batterie betriebene ACET Technologie ermöglicht nach Angaben des Herstellers eine Betriebsdauer von über drei Jahren bei der höchsten Tageslichteinstellung 7 und sogar noch länger bei den mit Nachtsicht kompatiblen Einstellungen.

Das Duty RDS lässt sich über MIL-STD-1913 Picatinny-Schienen auf allen damit ausgestatteten Handwaffen befestigen. Zudem bietet es eine Co-Witness-Fähigkeit mit Eisenvisieren in Standardhöhe. Die Optik verfügt über aufklappbare Abdeckungen, die es dem Benutzer ermöglichen, Ziele im Notfall auch bei geschlossenen Abdeckungen zu erfassen oder in direktes Sonnenlicht zu zielen. Das Visier ist voll kompatibel mit allen Generationen von Nachtsichtgeräten.

Aimpoint Duty RDS – neue preiswerte Handwaffenoptik für Polizei- und Sicherheitsbehörden

Das Aimpoint Duty RDS fällt mit seinem International Reference Price deutlich günstiger aus als etwa ein vergleichbares Aimpoint Mirco-T2. Aimpoint adressiert mit dem Duty RDS vor allem den Behördenmarkt in den USA, dürfte aber damit auch in Europa auf Interesse stoßen. Gerade für Kunden aus dem Behördenbereich, die nicht auf aller härteste Mil-Spec-Standards angewiesen sind, eröffnet sich hier eine Option für die Ausstattung auch größerer Handwaffenbestände mit dem Produkt eines namhaften Herstellers. In Europa wird die Optik ab dem dritten Quartal 2022 verfügbar sein.

Jan-Phillipp Weisswange