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Im Katastrophengebiet in Bad Neuenahr versorgt seit September ein Solarkraftwerk der Arbeitsgemeinschaft Faber Infrastructure und YESSS Elektro ein Ingenieurbüro und die benachbarte Kirche mit elektrischer Energie, wie die Betreiber jetzt mitgeteilt haben. Mit dem ehrenamtlich durchgeführten Projekt wollen die Unternehmen einen Paradigmenwechsel einläuten und beweisen, dass im Katastrophenfall eine sichere Erstversorgung mit erneuerbaren Energien möglich ist.

In dem Ingenieurbüro erstellen Sachverständige der Bauberatung Kooperation Ahrtal – ausschließlich kostendeckend und nicht gewinnorientiert – Schadensgutachten für die von der Flutkatastrophe betroffenen Bewohner im rheinland-pfälzischen Ahrtal.

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Die Panele des mobilen Solarkraftwerks, Quelle: Faber Infrastructure

Die schlüsselfertigen Systeme funktionieren nach dem Plug-and-Play-Prinzip und bestehen aus einem mobilen Container mit 64 ausschwenkbaren Solarmodulen mit eingebautem Lithium-Ionen-Speicher, beschreibt Faber die Anlage. Auf dem Dach der Bürocontainer haben die Partner außerdem einen innovativen Containeraufsatz mit integrierten Solarmodulen installiert. Insgesamt leistet das System rund 27 Kilowatt und kann bis zu 80 Kilowattstunden Solarenergie speichern. Reicht das einmal nicht aus, springt bei Bedarf das integrierte 24/7-Backup-System ein. Seit seiner Installation im September letzten Jahres hat das autonome Kraftwerk bereits 3.400 Liter Dieselkraftstoff eingespart.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt eine umweltfreundliche, leise und ressourcenschonende Alternative bieten können“, sagt Sven Leinardi, Projektmanager Mobile Storage bei der Faber Infrastructure. „Unmengen an Diesel“ würden derzeit in die betroffenen Gebiete gebracht, die Generatoren einmal wöchentlich von Tankzügen nachgefüllt. Dabei brumme im Ahrtal alle 150 Meter ein Dieselgenerator, so Leinardi weiter.

Redaktion / gwh