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Unter dem Namen CAVION hat der Sensorspezialist Hensoldt einen neuen Avionikcomputer vorgestellt, wie die Firma in einer Pressemitteilung schreibt. Der neue Computer solle die Leistungsfähigkeit existierender Computer für die Missionssteuerung an Bord von fliegenden Plattformen jeglicher Art signifikant erweitern. Die nach Angaben von Hensoldt eigene Entwicklung von Elektronikmodulen ermöglicht den Einsatz von Mehrkern-Prozessoren auch in sicherheitskritischen Bereichen und an Bord jeder beliebigen Plattform – Hubschrauber, Missionsflugzeuge, Fighter-Jets oder Drohnen. Die luftfahrttechnische Zertifizierung war den Angaben zufolge bislang eine Herausforderung, da die Prozessabläufe innerhalb von Mehrkern-Prozessorarchitekturen nicht vorhersehbar sind.  Die hier entwickelten Mehrkern-Prozessor Boards der CAVION-Familie sind nach Angaben von Hensoldt deutlich leistungsfähiger als die bisher verwendete Generation von Avionik-Computern. Großer Wert wurde bei der Entwicklung auf die Zertifizierbarkeit gelegt. Mit CAVION wurde ein Computerdesign entwickelt, „das Flugzeugen, Hubschraubern oder Drohnen sowohl die Leistungsfähigkeit moderner Prozessor-Architekturen verfügbar macht, als auch die Luftfahrtzulassung an Bord der verschiedensten Plattformen ermöglicht“, sagt Celia Pelaz, Strategievorständin und Leiterin der Division Spectrum Dominance/Airborne Solutions bei Hensoldt. Die Produkte der CAVION-Familie sind den Angaben zufolge in unterschiedlichen, modular aufgebauten Konfigurationen für die Flugsteuerung des jeweiligen Fluggeräts, für spezielle militärische Einsatzformen und als Missionscomputer für Polizei- und Rettungseinsätze verfügbar. Hensoldt liefert bereits Avionik-Computer und Missionssysteme für in der Bundeswehr genutzte Plattformen wie das Kampfflugzeug Eurofighter, das Transportflugzeug A400M oder den Transporthubschrauber NH90. Darüber hinaus entwickelt Hensoldt Selbstschutzsysteme und Sensoren für Fluggeräte aller Art.

Redaktion / wg