Print Friendly, PDF & Email

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das spanische Unternehmen GMV (Grupo Mecánica del Vuelo) mit der Entwicklung fortschrittlicher Datenverarbeitungsalgorithmen beauftragt, mit denen Weltraumobjekte (Satelliten, Weltraummüll) katalogisiert werden können.

Nach Informationen der GMV ist der Hauptzweck des Vertrages die Entwicklung, Validierung und Integration fortschrittlicher Algorithmen zur Bahnausbreitung, Bahnbestimmung und Datenkorrelation mit dem Ziel, eine insgesamt verbesserte Fähigkeit zum Aufbau und zur Pflege von Katalogen zu erreichen und damit einen Beitrag zum Weltraumüberwachungssystem (Space Surveillance and Tracking, SST) der EU zu leisten. Die von der DLR in Auftrag gegebene Software soll beim German Space Situational Awareness Centre (GSSAC) mit Sitz in Uedem implementiert werden.

Das Projekt ist Teil der Datenverarbeitungsaktivitäten innerhalb von EU SST unter der Verantwortung des DLR. Damit soll eine insgesamt verbesserte Fähigkeit zum Aufbau und zur Pflege von Katalogen erreicht werden. Diese Katalogisierungsfähigkeit ist eine der Hauptaufgaben des DLR im Rahmen des deutschen Beitrags zum SST-System der EU.

DLR lässt Weltraummüll katalogisieren
DLR lässt Weltraummüll katalogisieren

Sowohl die deutsche als auch die spanische Niederlassung von GMV werden an dieser Aktivität beteiligt sein und mit Teams in München, Darmstadt und Madrid zusammenarbeiten. GMV leitet EU-SST-Verträge in fünf Ländern (Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen und Rumänien) und verfügt über Verträge im Vereinigten Königreich und Portugal im SST-Bereich.

Redaktion / gwh