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Nachdem die erste der beiden bestellten Maschinen des Typs Airbus A321-251NX „Long Range“ in Bundeswehr-Lackierung den Paint-Shop verlassen hat, beginnt jetzt die Innenausrüstung mit Passagiersitzen und Patiententransporteinheiten, wie das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) auf Twitter mitgeteilt hat.

Im Juli 2020 hatte das BAAINBw die beiden Flugzeuge bei der Lufthansa Technik bestellt, ESuT berichtete. Der Vertrag sieht vor, dass die Lufthansa Technik die Maschinen als „Green Aircraft“ beschafft und nach den Anforderungen der Bundeswehr modifiziert, die Ausstattung ergänzt und militärische Komponenten einrüstet. Hierzu gehört unter anderem die Lieferung und der Einbau von Ausstattungselementen für den Transport von Intensiv-Patienten.

Mit den entsprechenden Installationen können die Maschinen in 18 verschiedenen Innenraumkonfigurationen eingesetzt werden.

Die Flugzeuge sind für den Transport von bis zu 163 Passagieren vorgesehen. Alternativ kann die Kabine für den Transport von bis zu sechs Intensivpatienten oder bis zu zwölf leicht oder mittelschwer Erkrankten oder Verletzten ausgestattet werden. Gemischte Konfigurationen sind ebenfalls einrüstbar.

Die A321-251NX gehört zur neuesten Variante A321Neo von Airbus, deren modernes Triebwerk 20 Prozent weniger Treibstoff verbraucht. Damit können 900 km mehr Reichweite oder zwei Tonnen mehr Nutzlast erreicht werden.

Beginn der Innenausrüstung der A321-251NX für die Luftwaffe

Die zwei Flugzeuge sind im August und Oktober 2020 bei der Lufthansa Technik eingetroffen. Der Zeitplan sieht die Auslieferung der Maschinen im ersten Quartal 2022 vor. Sie werden bei der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in die vorhandene A320-Flotte eingegliedert und stehen für Transporte von Passagieren und für EvacOp zur Verfügung.

Laut einer Pressemitteilung des BAAINBw vom Juli 2020 haben die Erfahrungen der letzten Jahre, und im Speziellen die jüngsten Erfahrungen mit der Covid-19 Pandemie, das Erfordernis eines uneingeschränkten nationalen Zugriffs auf diese Kapazitäten gezeigt.

Gerhard Heiming