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Neue Satelliten für die U.S. Army: Die U.S. Army will künftig Satelliten für die Erfassung von Bodenzielen einsetzen. Um das Konzept zu bestätigen, erprobt das US-amerikanische Heer gegenwärtig drei als „Gunsmoke-J“ bezeichnete Trabanten. Die quadratischen Satelliten (Cube Sat) befinden sich seit dem 30. Juni in einer niedrigen Erdumlaufbahn in zirka 500 Kilometer Höhe.

Blick nach Amerika
Ein Gunsmoke-J Satellit der U.S. Army (Foto: U.S. Army)

Die Initiative hängt mit der Einführung von Rohr- und Raketenartillerie mit sehr hoher Reichweite zusammen. Vor allem im Rahmen eines Krieges gegen einen hochgerüsteten gleichwertigen Gegner geht das Heer davon aus, dass die gegnerische Flugabwehr den Einsatz taktischer Aufklärungsflugzeuge in einer frühen Konfliktphase behindern wird. Folglich sucht die Army nach einer autonomen Zielaufklärungs- und Feuerleitfähigkeit über dem Sichthorizont hinaus.

Bereits im Herbst letzten Jahres wurde das Konzept unter Einsatz kommerzieller Beobachtungssatelliten erprobt. Bilder wurden in nahezu Echtzeit vom Satelliten heruntergeladen; spezielle Software wertete die Bilder aus, um potenzielle Ziele zu identifizieren; die Koordinaten der erkannten Ziele wurden in den Feuerleitrechner der Feldartilleriebatterie eingespeist. Das gesamte Verfahren dauerte nur 20 Sekunden.

Das Gunsmoke-Programm wurde vor fünf Jahren eingeleitet. Die drei Prototypsatelliten werden bis Jahresende in verschiedene Einsatzszenarien eingebunden. Die anschließende Auswertung des Testverlaufs wird bestimmen, ob die Serienproduktion der Satelliten eingeleitet wird.

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