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Die Gipfelkonferenzen im Juni haben das Verhältnis der westlichen Staaten zu China stark in den Fokus der internationalen Politik gerückt. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der Klimapolitik für die Zukunft der Welt deutlich hervorgehoben. Sie ist gerade im Verhältnis zu China ein Bereich, der eine Nagelprobe für mögliche Kooperationen darstellt. Allerdings stehen die Zeichen im Moment eher auf Konfrontation.

Ende März fand in Großbritannien ein wichtiges Treffen zur Vorbereitung des UN-Klimagipfels COP26 (Climate Change Conference of the Parties) Endes des Jahres in Glasgow statt, an der Minister aus 35 Staaten teilnahmen. Doch China hatte seine Teilnahme ohne Angabe von Gründen abgesagt. Inoffiziell wurde die Absage mit den sich verschlechterten bilateralen Beziehungen zwischen Großbritannien und China erklärt. Das wirft ein Schlaglicht auf den Stellenwert der globalen Klimapolitik in der chinesischen Führung.

Seit Herbst 2020 ist China gestärkt aus der Pandemie zurückgekehrt.

Das Land hat eine beeindruckende wirtschaftliche Wiederbelebung vollzogen, von der auch Deutschland und der Rest der Welt profitieren.

Chinas Energie- und Klimapolitik – Außenpolitische Klimaschutzrhetorik versus energiepolitische Realitäten
China als weltgrößter CO2-Emittent (Grafik: Bloomberg 2021)

Im ersten Vierteljahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt Chinas sogar um 18,3 Prozent gewachsen. Allerdings haben damit auch der chinesische Energieverbrauch und die CO2-Emissionen weiter zugenommen. Damit ist der Anteil Chinas an den globalen Emissionen von 28 Prozent vor der Pandemie auf derzeit rund 30 Prozent weiter gestiegen. Die chinesischen Emissionen sind inzwischen höher als die aller OECD-Staaten zusammen.

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