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Die taktischen Transporthubschrauber NH90 TTH der Bundeswehr erhalten ein neues System zur Abwehr von Bekämpfungssystemen, die mittels Radar-, Infrarot- bzw. Ultraviolett-Strahlung geführt werden. Am 29. Juli wurde Hensoldt von der NAHEMA (NATO Helicopter Management Agency) mit der Einrüstung eines Electronic Warfare Systems (EWS) beauftragt, dass solche Bedrohungen erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten kann. Die NAHEMA handelt als Auftraggeber für die Entwickler-Nationen des NH90 gegenüber dem Herstellerkonsortium NHIndustries.

Außerdem wurde Collins Aerospace beauftragt, ein neues Satellitenkommunikationssystem (SatCom) zu integrieren, dass weltweite Kommunikationsanbindung ermöglicht. Das Gesamtauftragsvolumen für beide Aufträge soll etwa 116 Millionen Euro betragen.

Die Anforderungen an die neuen Systeme gehen zurück auf Einsatzerfahrungen, die die Truppe unter anderem in Afghanistan und Mali gemacht habe, schreibt das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in einer Pressemitteilung.

Zusammen mit den jetzt beauftragten Arbeiten umfasse das Upgradepaket für die NH90 TTH insgesamt 60 Einzelmaßnahmen, um die Hubschrauber an die aktuelle Bedrohungslage anzupassen, so das BAAINBw weiter.

Electronic Warfare System und SatCom für NH90

„Das neue EWS bietet dem Hubschrauber einen deutlich gesteigerten Selbstschutz gegenüber dem derzeitig eingerüsteten EWS. Mit dem SatCom-System kann die Crew zu jeder Zeit über eine stabile und topologieunabhängige Verbindung mit den anderen Einheiten im Einsatzgebiet kommunizieren”, sagt Gero Anthe, Referatsleiter des Systemmanagements NH90 im BAAINBw.

Gerhard Heiming