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Das Münchner Landsystemhaus Krauss-Maffei Wegmann (KMW) setzt die Zusammenarbeit mit dem griechischen Schutzhersteller Engineering Office Deisenroth Hellas (EODH) fort und hat dazu einen Rahmenvertrag auf der Verteidigungsmesse DEFEA in Athen abgeschlossen. Wie EODH in einer Mitteilung schreibt, liefert das griechische Unternehmen über einen Zeitraum von zehn Jahren Schutzelemente für verschiedene gepanzerte Fahrzeuge. Ausgehend vom derzeitigen Auftragsbestand bei KMW schätzt EODH den Wert des Vertrages auf 100 Millionen Euro. Der Vertrag könne bei Bedarf ausgeweitet und verlängert werden.

Im Mittelpunkt des Vertrages steht den Angaben zufolge die Produktion von Schutzelementen für die britischen Boxer-Radpanzer, deren Herstellung im Rahmen des Programms Mechanised Infantry Vehicle (MIV) angelaufen ist. Außerdem werden Schutzelemente für die Kampfpanzer Leopard 2 und das gepanzerte Radfahrzeug Dingo 2 produziert.

Für den Dingo 2 hat EODH auf der DEFEA unter dem Namen ASPIS (Advanced Shielding Platform Integrated System) ein Panzerungskonzept vorgestellt, mit dem in einem ganzheitlichen Ansatz der Schutz gegen ballistische Bedrohungen und Ansprengungen verbessert werden soll, ohne die Flexibilität und die Mobilität des Fahrzeugs zu beeinträchtigen. In dem System sind laut Hersteller aktiver und passiver Schutz sowie Warnsensoren und Abwehrmaßnahmen unter einheitlicher Steuerung zusammengefasst. Nach Presseberichten erreicht der Dingo 2 D-Force damit ein Schutzlevel an der Obergrenze von Level 4+ nach STANAG 4569.

Griechische EODH kooperiert weiter mit KMW

Gerhard Heiming