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Die U.S. Army hat für die turmlose Variante des Bradley, die als Armored Multi Purpose Vehicle (AMPV) den M113 ersetzen wird, einen Vertrag für die Instandhaltung und Unterstützung geschlossen. Für die nächsten fünf Jahre soll der Hersteller BAE Systems den Service für alle fünf Varianten des Fahrzeugs leisten. Die Kosten belaufen sich auf 510 Millionen Euro.

2018 war BAE Systems beauftragt worden, das erste Los von rund 450 Fahrzeugen als Vorserienfahrzeuge (Low rate initial production, LRIP) herzustellen. Die Auslieferung des ersten AMPV in der Variante Mission Command erfolgte mit mehreren Monaten Verspätung im August 2020. Anfang 2022 sollen nach Abschluss der Abnahmeprüfungen die Tests in der Truppe beginnen, um möglichst bald eine erste operationelle Kapazität zu erreichen.  Die Ausstattung der Truppe soll Anfang 2023 beginnen. Der Auftrag für die volle Serienproduktion (Full Rate Production, FRP) wird für das zweite Quartal 2022 erwartet.

Die fünf Varianten des AMPV sind

– das Führungsfahrzeug (Mission Command), das als Knoten im taktischen Netzwerk Platz für Fahrer, Kommandant und zwei Bearbeiter bietet,

– das Universalfahrzeug (General Purpose) für allgemeine Transportaufgaben mit Platz für Fahrer, Kommandant und sechs Soldaten oder z.B. eine Krankentrage,

– der Mörserträger (Mortar Carrier) mit einem 120-mm-Mörser, einer vierköpfigen Besatzung und bis zu 69 Schuss Munition

Servicevertrag für AMPV

– das Verwundetentransportfahrzeug (Medical Evacuation) mit dreiköpfiger Besatzung für den Transport von sechs sitzenden oder vier liegenden oder drei sitzenden und zwei liegenden Patienten und

– das Rettungsfahrzeug (Medical Treatment) mit Behandlungstisch für einen Verwundeten sowie Fahrer, Kommandant und zwei medizinische Fachkräfte.

Der Gesamtbedarf wird von der Army mit mehr als 2.900 Fahrzeugen beziffert mit einem Kostenaufwand von mehr als neun Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Stückpreis von ca. 3,1 Millionen Euro.

Gerhard Heiming