Print Friendly, PDF & Email

Fünf der zehn Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse (MJ332) werden zwischen 2022 und 2025 mit der modernsten Version des Führungs- und Waffeneinsatzsystem IMCMS (Integrated Mine Countermeasures System) ausgerüstet. Die anderen fünf Boote sind bereits mit dem IMCMS ausgestattet. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat nach parlamentarischer Freigabe der Haushaltsmittel am 9. Juli 2021 Atlas Elektronik mit der Lieferung und dem Einbau der Systeme beauftragt.

Hauptaufgabe der Minenjagdboote ist das Suchen und Vernichten von Seeminen. Sie dienen auch als Basis für den Einsatz von Minentauchern. Dazu sind sie mit Sensoren wie Unterwassersonar und unbemannten Unterwasserfahrzeugen (Seefuchs, teilweise Seehund) ausgestattet. Letztere ermöglichen die sichere Erkennung von Objekten aus der Nähe und die Vernichtung von Minen.

Das IMCMS stellt alle taktischen und Navigationsdaten für den Minenkampf sowie die Aufklärungsergebnisse dar und ermöglicht die Steuerung der Subsysteme (Sonar, autonome Unterwasserfahrzeuge, Minenvernichtungsfahrzeug). Damit können Minenkampf-Missionen vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden.

Neues Führungs- und Waffeneinsatzsystem für Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse

“Mit der Umrüstung weiterer fünf Boote auf das IMCMS der neuesten Generation machen wir den nächsten Schritt zur Vereinheitlichung der Technologie für die Seeminenbekämpfung auf den Minenjagdbooten sowie zur querschnittlichen Nutzung der Ausbildungs- und Prüfanlage IMCMS.”, so der zuständige Projektleiter im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Gerhard Heiming