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Der aktive LEONARDO Täuschkörper BriteCloud – weltweit der erste und derzeit einzige Täuschkörper mit DRFM-Technologie, der in einen Standard Chaff- und Flare-Dispenser passt und sich in Realbedingungen als effektiv erwiesen hat – ruft großes Interesse vor. Eine Reihe von Nationen testet das Produkt, darunter auch die Vereinigten Staaten. Die US Air National Guard führt die Tests auf den F-16 Flugmustern durch.

„BriteCloud ist ein RF-Täuschkörper der nächsten Generation, der Flugzeuge vor den neuesten radargesteuerten Bedrohungen schützen kann, und gleichzeitig ein wirtschaftliches Upgrade, da er direkt in das bestehende Gegenmaßnahmensystem eines Flugzeugs passt und keine teure Plattformintegration erfordert“, sagte Rob Laidlar, Head of Campaigns bei Leonardo.

BriteCloud wird in Großbritannien entwickelt und hergestellt und wurde von der Royal Air Force bereits in Dienst gestellt. BriteCloud ist international verfügbar und dient so als eine wertvolle Option für den Schutz von Luftfahrzeugplattformen auf der ganzen Welt.

„Kunden suchen den bestmöglichen Schutz gegen moderne Bedrohungen“, sagt Laidlar und merkt an: „BriteCloud verwendet die DRFM-Störtechnologie (Digital Radio Frequency Memory), die als ‘Goldstandard’ für den Schutz vor radargesteuerten Boden-Luft- und Luft-Luft-Raketen gilt.“

BriteCloud – Aktiver Schutz gegen moderne Bedrohungen
BriteCloud 218 (links) basiert auf dem BriteCloud 55, der etwas größer ist und mit runden 55-mm-Flare-Dispensern wie denen des Eurofighter Typhoon und des Saab Gripen kompatibel ist und bereits von der britischen Royal Air Force in Dienst gestellt wurde.
(Foto: Leonardo)

Die DRFM-Technologie ermöglicht es BriteCloud, eingehende Radarsignale zu erkennen und zu verarbeiten und ein täuschend echtes, elektronisches „Geistersignal“ auszusenden, das die radargelenkten Bedrohungen dazu bringt, dem Täuschkörper anstatt dem Flugzeug zu folgen. Leonardo ist stolz darauf, das einzige Unternehmen weltweit zu sein, dem es gelungen ist, diese Technologie so zu miniaturisieren, dass sie in einen Standard Chaff- und Flare-Dispenser passt.

BriteCloud wurde in Zusammenarbeit mit dem Rapid Capability Office der britischen Royal Air Force (RAF) entwickelt und erhielt die Freigabe für operative Einsätze in den Panavia Tornado-Kampfflugzeugen der RAF, bevor dieser Typ Anfang 2019 außer Dienst gestellt wurde. Derzeit wird daran gearbeitet, die zylindrische 55-mm-Version von BriteCloud in der Eurofighter Typhoon-Flotte der RAF einzuführen.

Diese 55 mm Version des BriteCloud eignet sich für eine Vielzahl von Plattformen, einschließlich unbemannter Systeme und Lenkflugkörper. Die BriteCloud 218-Variante ist mit jeder Plattform kompatibel, die standardmäßige 2x1x8-Zoll-Dispenser verwendet, einschließlich der F-15 und F-16 Flugzeuge. Kürzlich wurde BriteCloud in Zusammenarbeit mit General Atomics Aeronautical Systems, Inc. getestet, wobei sie vom unbemannten Flugzeug MQ-9 gestartet wurde.

Aufgrund der einzigartigen Fähigkeiten von BriteCloud hat das US-Verteidigungsministerium den Täuschkörper für das US Foreign Comparative Testing (FCT)-Programm ausgewählt, was dazu führen könnte, dass BriteCloud bei der United States Air Force (USAF) Air Combat Command und anderen US- Truppenteilen zum Einsatz kommt. Die US Air National Guard leitet das FCT, bei dem BriteCloud auf F-16-Flugzeugen der US Air Force ANG evaluiert wird. Die Versuche werden beweisen, dass BriteCloud in der Lage ist, die Überlebensfähigkeit von F-16 Flugzeugen deutlich zu verbessern.