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Angesichts der aufkommenden Bedrohung durch Hyperschallwaffen besonders aus Russland und China fordern der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) und der Bundesverband der Deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. (BDSV) in einem gemeinsamen Positionspapier den Aufbau und die Weiterentwicklung von Technologien und Fähigkeiten im Bereich Hyperschall auf nationaler Ebene. Als ein Zwischenziel sollen Hyperschallsysteme zur nationalen verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologie erklärt werden.

Hyperschallwaffen können  Geschwindigkeiten erreichen, die mehr als das fünf- (entsprechend etwa 6.500 km/h) bis zwanzigfache der Schallgeschwindigkeit (rund 25.000 km/h) ausmachen. Zusammen mit eine hohen Manövrierfähigkeit und einer flachen Flugbahn lassen sie die Vorwarnzeiten auf wenige Minuten schrumpfen und sind daher eine neue Qualität der Bedrohung für alle NATO-Länder.

Die Abwehr solcher Systeme stellt neue hohe Anforderungen an Sensoren und Effektoren. „In militärischen Fachkreisen hat sich bereits heute die Erkenntnis durchgesetzt, dass Deutschland signifikante Anstrengungen im Hyperschallbereich leisten muss, um Teil der bündnispolitischen Anstrengungen zu sein und die technologischen Entwicklungen auf internationaler Ebene mitsamt ihren militärischen Herausforderungen bewerten zu können,“ beschreibt das Positionspapier die Lage.

Um dem Rechnung zu tragen, müsse

  • der gesellschaftliche Dialog etabliert,
  • Hyperschallsysteme zur nationalen verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologie erklärt und
  • gezielte Investitionen in den nationalen Aufbau und die Weiterentwicklung von Technologien und Fähigkeiten im Bereich Hyperschall getätigt werden.

Gerhard Heiming