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Die unter Führung der europäischen Rüstungsagentur OCCAR im PESCO-Projekt European Secure Software Defined Radio (ESSOR) entwickelte Hochgeschwindigkeits-Wellenform ist von den Auftraggebern abgenommen worden und darf genutzt werden.

Im ESSOR OC1 (Operational capability 1)-Vertrag hatte die OCCAR 2017 die „Alliance for ESSOR“ (a4ESSOR) mit der Entwicklung einer Basiswellenform für eine hohe Datenrate (High Data Rate, HDR) beauftragt. Zum Joint Venture a4ESSOR gehören Unternehmen aus fünf EU-Nationen: Bittium (Finnland), Indra (Spanien), Leonardo (Italien), Radmor (Polen), Rohde & Schwarz (Deutschland) und Thales (Frankreich). Der Vertrag läuft über 63 Monate und ist mit 100 Millionen Euro dotiert.

Voraussetzung für die formelle Abnahme der HDR Wellenform (HDR WF) waren die erfolgreichen Tests bei Leonardo Ende 2020. Nach den abschließenden Qualitätstests konnte festgestellt werden, dass die zweieinhalbjährige Entwicklung erfolgreich war. Die Partner von a4ESSOR werden in der nächsten Phase des Projekts die ESSOR HDR-Basiswellenform auf ihre jeweiligen softwaredefinierten Funkgeräte portieren.

ESSOR Hochgeschwindigkeits-Wellenform abgenommen

Es folgen Interoperabilitätstest zwischen den Funkgeräten der Partner. Bei positivem Ergebnis werden die ESSOR Zielwellenformen für die Nutzung freigegeben. Damit ist das Projekt ESSOR OC1 abgeschlossen.

Gerhard Heiming