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Leichte Panzerfahrzeuge mit einer großkalibrigen Hauptwaffe waren bereits seit den 1950er Jahren in der Ausstattung der Landstreitkräfte vieler Nationen vorhanden. Das Missionsspektrum für diese Fahrzeuge hat sich jedoch innerhalb der Nachkriegsepoche deutlich gewandelt.

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Änderung der Einsatzphilosophie wie auch mit Auslegungsfragen und der technischen Entwicklung dieser Fahrzeugkategorie.

Wandel der Einsatzphilosophie

In den 1950er Jahren wurden leichte Panzerfahrzeuge mit großkalibrigen Waffen vornehmlich als Späh-/Aufklärungspanzer, bzw. als Jagdpanzer in den Verbänden des Heeres eingesetzt. Insbesondere Frankreich zeigte ein hohes Maß an Kreativität bei der Entwicklung derartiger Fahrzeuge, da hier aufgrund der Einsätze im afrikanischen Raum ein Interesse an Fahrzeugen bestand, die eine hohe operative Beweglichkeit aufwiesen und aufgrund des geringen Gewichts auch in Regionen mit schwach ausgebildeter Infrastruktur eingesetzt werden konnten.

Leichtpanzer mit großkalibrigen Kanonen
Stryker MGS bei Schussabgabe. Der Einsatz von Mündungsbremsen führt zu einer hohen Belastung (Knalldruck, Hitze usw.) im gesamten Umfeld des Fahrzeugs (Foto: Autor)

Ein typisches Beispiel waren hier die 8×8- Fahrzeuge der EBR-Baureihe. Bereits beim Leichtpanzer AMX 13 kam schon Anfang der 50er Jahre auch der Aspekt der Lufttransportierbarkeit hinzu. Allerdings war zur damaligen Zeit der Lufttransport von (leichten) Panzerfahrzeugen nur in Einzel- und Ausnahmefällen möglich, da noch keine Transportflugzeuge in nennenswerten Stückzahlen mit einer Nutzlast von 15 t und mehr verfügbar waren. Die C-130 wurde beginnend mit dem Jahr 1955 in den USA eingeführt.

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