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Die Europäische Verteidigungsagentur EDA hat mit einer Kick-off-Veranstaltung das ARTUS-Projekt (Autonomous Rough-terrain Transport UGV Swarm) gestartet.

In einem technologischen Machbarkeitskonzept sollen zunächst Möglichkeiten entwickelt werden, wie Infanteriezüge während ihrer Einsätze durch einen kleinen Schwarm intelligenter und autonom operierender unbemannter Bodenfahrzeuge (UGVs) unterstützt werden können. Der unterstützende Schwarm soll die Leistungsfähigkeit der Infanterie signifikant erhöhen, indem er Ausrüstung durch raue Umgebungen – einschließlich dicht bewaldeter oder abschüssiger Gebiete – nachführt. Der Schwarm soll autonom auf unerwartete Entwicklungen, wie den Verlust von Teilen des Schwarms, reagieren. Insgesamt sollen Mobilität und Flexibilität der Einheit sowie das allgemeine Schutzniveau der Truppen erhöht werden. Mit einem Demonstrator sollen die Fähigkeiten des Konzepts nachgewiesen werden.

Das Konsortium wird von der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung e.V. (Deutschland) geleitet und umfasst auch Onera (Frankreich), eine weitere etablierte F&T-Organisation, Diehl Defence (Deutschland), einen Global Player für Verteidigungssysteme, und charismaTec (Österreich), ein innovatives Mittelstandsunternehmen. Das mit 1,5 Millionen Euro von der EU geförderte Projekt hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

EDA Projekt für Schwarmintelligenz mit unbemannten Bodenfahrzeugen
EDA Projekt für Schwarmintelligenz mit unbemannten Bodenfahrzeugen

Das ARTUS-Projekt ist Teil der Preparatory Action on Defence Research (PADR), die 2017 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde, um den Mehrwert von EU-geförderter Verteidigungsforschung und -technologie (R&T) zu bewerten und zu demonstrieren. PADR ebnete den Weg für ein eigenes europäisches Verteidigungsprogramm, das mit Mitteln des Europäischen Verteidigungsfonds (EEF) aufgelegt wird. Es ist im mehrjährigen Finanzrahmen der EU (2021-2027) enthalten.

Gerhard Heiming