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Die Bundeswehr erhält zwischen 2021 und 2024 für die Kampfflugzeuge Eurofighter lenkbare Präzisionsabwurfmunition GBU-54 (Guided Bomb Unit). Die GBU-54 besteht aus dem LJDAM-Steuerungselement (von Boeing), dem Zünder (von Junghans Microtec) und – als Wirkelement – dem Standardbombenkörper MK-82-EP. EP weist auf die gesteigerte Leistung (Enhanced Performance) hin.

Der vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr beauftragte Generalunternehmer Diehl Defence hat jetzt den Unterauftrag für die Lieferung von 910 Bombenkörpern an Rheinmetall vergeben.

Darüber hinaus hat kürzlich die französische Beschaffungsbehörde DGA MK-82 EP für die Ausrüstung der Kampfflugzeuge Mirage 2000 und Rafale bestellt. Vorausgegangen waren ein fünf Jahre langes Entwicklungsprogramm und umfangreiche Erprobungen durch das Tochterunternehmen RWM Italia SpA, Rheinmetalls Kompetenzzentrum für Luftwaffenmunition, unter Beteiligung des Sprengstoffherstellers Eurenco. Beide Bestellungen summieren sich auf über 2.000 Bombenkörper im Wert von mehr als 35 Millionen Euro.

Der 250-kg-Bombenkörper MK82-EP ist für maximale Sicherheit während Lagerung, Handhabung und Einsatz entwickelt worden. Er ist eine verbesserte, völlig austauschbare Variante des Standardmodells MK82 und zeichnet sich durch verbesserte Wirkung aus.

Bombenkörper für Präzisions-Abwurfmunition GBU-54

Der MK82-EP lässt sich ungelenkt, aber auch mit Paveway-, Joint Direct Attack Munition (JDAM)-, Laser Joint Direct Attack Munition (LJDAM) oder Armament Air-Sol Modulaire (ASM)-Kits als gelenkte Abwurfmunition verwenden.

Mit der Etablierung der MK82-EP als neuer Standard für die Nutzer der Kampfflugzeuge Mirage 2000, Rafale und Eurofighter gilt der Bombenkörper weiterhin als eine wahrscheinliche Bewaffnung für das Future Combat Air System (FCAS), das von beiden Deutschland und Frankreich entwickelte Luft-Kampfsystem der Zukunft.

Gerhard Heiming