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Die EU-Außengrenzen sollen künftig mit einer Aufklärungsdrohne überwacht werden. Die Europäische Grenz- und Küstenschutzbehörde Frontex (frontiéres extérieurs) hat einen Rahmenvertrag über Dienstleistungen abgeschlossen, der die Überwachung der Außengrenzen zum Inhalt hat. Vertragspartner ist die Airbus Defence and Space Airborne Solutions (ADAS), eine 100%ige Tochtergesellschaft von Airbus Defence and Space, und deren langjähriger Partner Israel Aerospace Industries (IAI). Ein  ferngesteuertes Luftfahrzeugsystem (Remotely Piloted Aeriel System, RPAS) soll in mittlerer Höhe fliegen und mit langer Ausdauer (Medium Altitude, Long Endurance, MALE) maritime Luftüberwachungsdienste durchführen.

Die Dienstleistung umfasst die Bereitstellung einer Luftfahrzeugsystems, der Nutzlast, der Kommunikationsausrüstung und -kapazität und der Fähigkeit zur Speicherung der Missionsdaten. Die Experten, die das System verwalten und operative Unterstützung leisten, werden ebenfalls gestellt. Im Rahmen des Vertrags werden Airbus und IAI den Dienst sowohl für im Voraus geplante Einsätze als auch für Ad-hoc-Anrufe bereitstellen. Eingesetzt wird das System in Griechenland und/oder Italien und/oder Malta.

Ausgewählt wurde die maritime Version des RPAS Heron von IAI. Die Heron-Familie hat in internationalen Einsätzen bisher über 450.000 Flugstunden in Tag- und Nachteinsätzen unter allen Wetterbedingungen erbracht.

Das RPAS ist mit vielseitigen dedizierten Nutzlasten wie z.B. elektro-optisch für Tag- und infrarot für Nachtzwecke, Seepatrouillenradar von IAI und automatisches Identifikationssystem sowie entsprechender Kommunikationsausrüstung und entsprechender Bodenmissionskontrolle und -unterstützung ausgestattet. Das System ist in der Lage, mehr als 24 Stunden in voller Einsatzkonfiguration zu fliegen und erstellt ein umfassendes Marinebild in Echtzeit.

Gerhard Heiming