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Die Bundeswehr betreibt im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und des Havariekommandos (eine Gemeinschaftseinrichtung des Bundes und der fünf Küstenländer) zwei Dornier 228 LM vor allem für die Aufklärung von Ölverschmutzungen auf See.

Für die gerichtsfeste Dokumentation von Meeresverschmutzungen verfügen die Flugzeuge über das Missionssystem MEDUSA und eine umfangreiche Sensorausstattung mit u.a. seitengerichtetem Radar (Side Looking Airborne Radar, SLAR), Linescanner für den IR- und UV-Bereich, Laserfluorsensor und verschiedene Kameras.

Dreißig Jahre nach der Indienststellung wird nun die Sensorausstattung der beiden Turboprop-Flugzeuge modernisiert. Die Aerodata-Tochter Optimare erneuert das Missionssystem MEDUSA und bringt die Sensoren auf den Stand der Technik. Zudem werden die Kommunikationssysteme den aktuellen Vorschriften und dem aktuellen Bedarf angepasst. Das Bodensegment für Flugvor- und nachbereitung wird überarbeitet und der Ersatzteilvorrat entsprechend den veränderten technischen Anforderungen umgebaut.

RUAG MRO International, die 2002 alle Rechte an der DO 228 übernommen haben, unterstützt im Unterauftrag der Aerodata AG mit ausgewählten Engineeringleistungen in den Bereichen Rückrüstung / Installation und bei der ergänzenden militärischen Musterprüfung, u.a. unter Nutzung des werkseigenen RUAG MRO International Dornier 228 Erprobungsträgers.

Die umfangreiche Maßnahme erfolgt im Zeitraum 2020 – 2023 am Standort der Aerodata AG am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

Gerhard Heiming