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In den vielfältigen landgebundenen Einsätzen des Heeres stellen unterschiedliche Unterstützungstruppen die Basis für diese Einsätze und für den Erfolg der zumeist im Vordergrund stehenden Kampftruppen dar.

Insbesondere im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung ist das enge Zusammenwirken aller Fähigkeiten und entsprechender Kräfte unabdingbar. Hierzu zählt auch die Pioniertruppe, die in hochintensiven Operationen verbundener Kräfte nicht nur mit den Kampftruppen eng zusammenwirkt, sondern auch im Verbund eine direkte, oft sogar einzig mögliche Fähigkeit für den Einsatzerfolg erbringt. Mit Blick auf mögliche Operationen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung ist beabsichtigt, alle Fähigkeitsdomänen des Systems Heer zu verbessern. Hierbei werden auch Fähigkeiten und Mittel der Pioniertruppe berücksichtigt. Die Sperrfähigkeit sowie der Übergang über Gewässer haben für das Heer wieder an Bedeutung gewonnen.

Aufgaben und Fähigkeiten

Gemäß NATO-Doktrin umfasst das Military Engineering als Oberbegriff (Teil-)Fähigkeiten, die weitgehend durch Kräfte der Pioniertruppe zur Unterstützung in Einsätzen erbracht werden. Es beinhaltet das Combat Engineering, die Kampfmittelabwehr sowie Infrastrukturaufgaben, somit die Aufbereitung eines Operationsgebietes hinsichtlich aller Pioniertätigkeiten sowie die entsprechende Beratung der Truppenführer. Entsprechende Zellen wurden in den Stäben vom Bataillon bis zur Division ausgeplant. Vier große Aufgabenbereiche der Pioniere mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Spezialtätigkeiten sind traditionell zu erfüllen.

Fähigkeiten und Mittel der Pioniertruppe
Pioniere im Einsatz (Foto: Bundeswehr PzBrig15)

Zur Aufgabe „Fördern von Bewegungen“ eigener Kräfte gehört z.B. das Überwinden von Sperren, Hindernissen und Gewässern, vor allem das Öffnen von Minensperren, die Abwehr von behelfsmäßigen Sprengvorrichtungen und nicht zur Wirkung gelangter Kampfmittel sowie das Herstellen und Erhalten der Funktionsfähigkeit von (Verkehrs-)Infrastruktur. Ein wichtiger Anteil sind Tätigkeiten des Counter-Improvised Explosive Devices (C-IED), das durch die Pioniertruppe im Pilotdienst der Bundeswehr durchgeführt wird.

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