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Das israelische Verteidigungsministerium will die schwebefähige (loitering) Munition „FireFly“ beschaffen.  Loitering Munition wird ohne konkretes Ziel gestartet und kann begrenzte Zeit in der Nähe möglicher Ziele schweben, bis die Wirkung ausgelöst wird.

Die gemeinsam von Rafael und dem Verteidigungsministerium entwickelte FireFly wiegt nur drei Kilogramm und bietet dem abgesessenen Soldaten die Fähigkeit zum Präzisionsangriff hinter der Deckung vor allem in urbanem Umfeld, wo das Situationsbewusstsein häufig begrenzt und oft unzureichend ist.

FireFly ist innerhalb von Sekunden einsatzbereit. Es ist tragbar, langlebig und verfügt über einen robusten Flugantrieb, um der rauen Umgebung städtischer Kämpfe standzuhalten. Es kann Tag und Nacht eingesetzt werden und hat eine geringe visuelle und akustische Signatur. Das System ist für die Ein-Mann-Nutzung durch abgesessene Soldaten ausgelegt. Für die intuitive Bedienung von FireFly ist keine besondere Ausbildung erforderlich.

Zu den technischen Merkmalen gehören ein doppelter Sucher, automatische Zielverfolgung, Algorithmen für die Zielsuche, digitales Sichtsystem, Sicherheitszünder und eine robuste, Tablet-basierte Mensch-Maschine-Schnittstelle. Damit kann gezielt bei stationären oder beweglichen Zielen die gewünschte Wirkung erreicht werden, auch, wenn keine Sichtverbindung zum Ziel besteht.

FireFly wird in Israel eingeführt
FireFly wird in Israel eingeführt

Bis unmittelbar vor dem Wirk-Kommando kann die Mission abgebrochen werden und die Munition kann sicher zum Bediener zurückkehren.

FireFly gehört zur weitverbreiteten Spike-Familie und wird von den Israelischen Streitkräfte „Maoz“ genannt. Die Bodentruppen der IDF sollen mit der neuartigen Munition ausgestattet werden.

Gerhard Heiming