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Rheinmetall ist vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit der Lieferung von sechs Millionen hochwertiger Atemschutzmasken beauftragt worden. Bereits in wenigen Tagen soll die erste Million CE-zertifizierter Atemschutzmasken FFP-2 (Filtering Face Piece) aus der Fertigung eines chinesischen Unternehmens in Koblenz ausgeliefert werden. Der Rahmenvertrag sieht die optionale Lieferung von bis zu sechs Millionen Atemschutzmasken vor.

FFP-2 Halbmaske

Halbmasken umschließen Mund und Nase. Die Augen bleiben ungeschützt. Die Masken schützen vor allem gegen das Einatmen Feinstaub und Aerosolen aber nicht vor Gasen. Hauptbestandteile sind Vliesstoff für die Filterung, Gummibänder als Tragehilfe und ein formbarer Nasenflügel für die Abdichtung der schwierigen Nasenpartie. Im Mittel bleiben acht Prozent der Atemluft ungefiltert.

Über sein globales Standort- und Vertriebsnetzwerk ist es Rheinmetall vor allem in China gelungen, Lieferquellen für diese dringend benötigten Schutzausrüstungen zu erschließen. Nach der Anlieferung in Deutschland übernimmt Rheinmetall gemeinsam mit einem Partnerunternehmen die komplette Beschaffungs- und Transportlogistik sowie die Qualitätsüberprüfung.

Die Masken dienen zum Schutz vor Ansteckung durch COVID-19-Viren und andere Krankheitserreger. Sie sind derzeit auf den Weltmärkten Mangelware. Rheinmetall sieht die erfolgreiche Verfügbarmachung eines großen Postens dieser Masken als eine erste Maßnahme, um den für die Gesundheitsversorgung zuständigen Einrichtungen und Stellen in der gegenwärtigen Krise schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.

Die Beschaffung der Atemschutzmasken steht im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsaktion der Beschaffungsbehörden von Bundeswehr, Bundesfinanz- und Bundesinnenministerium, mit der auf Bitten des Bundesgesundheitsministers in einer konzertierten Aktion dringend benötigtes Material zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems sowie zum Schutz der Bevölkerung schnell bereitgestellt werden soll.

Den Beitrag des führenden Bundeswehr-Ausrüsters Rheinmetall zum Schließen von Ausrüstungslücken im medizinischen Bereich kommentierte Armin Papperger, Vorstandvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir wollen damit nicht nur der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland soweit entgegentreten wie irgend möglich. Unser Anliegen ist es auch, diejenigen zu schützen, die uns schützen: Ärztinnen und Ärzte, Sanitätskräfte und Pflegepersonal – und eben all diejenigen, die für uns da sind, wenn wir auf Hilfe angewiesen sind. Dies gilt für den zivilen wie für den militärischen Bereich.“

Rheinmetall hat darüber hinaus weitere Tätigkeitsfelder identifiziert, in denen eine kurzfristige Unterstützung möglich ist. So können einige Geschäftseinheiten des Technologieunternehmens in ihren leistungsfähigen Laboren Desinfektionsmittel herstellen. An einem südafrikanischen Standort, den das Tochterunternehmen Rheinmetall Denel Munition bei Cape Town unterhält, werden mittlerweile in Kooperation mit einem zivilen Partnerunternehmen täglich rund 100.000 Liter Desinfektionsmittel hergestellt, die im medizinischen Bereich des Landes dringend benötigt werden.

Außerdem prüft Rheinmetall die Bereitstellung von Schutzkleidung und weiterer Atemschutzmasken in großen Stückzahlen, die Montage medizinischer Instrumente wie Beatmungsgeräte sowie weitere Möglichkeiten der Unterstützung.

Gerhard Heiming

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