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Das in der Vergangenheit unterbrochene Projekt G26 „Scharfschützengewehr kurze Reichweite für SpezKr/Feldjäger“ – eine Präzisionswaffe im Kaliber 7,62 mm x 51 – hat wieder Fahrt aufgenommen. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) veröffentlichte jüngst auf der europäischen Ausschreibungsplattform TED den Beginn des Teilnahmewettbewerbes für die “Scharfschützenwaffe kurze Reichweite” (SSchtzWa kRw) G26 samt Munition.

Insgesamt ist eine Beschaffung von insgesamt 145 „Sniper grauen“, halbautomatische Gastdrucklader im Kaliber 7,62 mm x 51 vorgesehen. Zusammen mit der Waffe soll ein umfangreiches Zubehörpaket samt einem Munitionspaket von 507.000 Patronen Präzisionsmunition mitbeschafft werden. Interessierte Unternehmen haben bis zum 20 April 2020 Zeit Ihre Teilnahmeanträge einzureichen.

Kurzfassung der Konstruktionsmerkmale

  • Kaliber 7,62 mm x 51 NATO,
  • Halbautomatischer Gasdrucklader,
  • Beidseitige Bedienbarkeit,
  • Mündungsbremse,
  • Signaturdämpfersatz, bestehend aus Signaturdämpfer kompakt, Signaturdämpfer Unterschall, Signaturdämpfer Training,
  • STANAG 4694 Schienen an Handschutz und Waffenoberseite,
  • Länge ohne Mündungsbremse und mit eingeschobener Schulterstütze maximal 900 mm,
  • Einsatz in Gebieten mit den Klimakategorien A 1-3, B 1-3, C 1-2* und M 1-3 gemäß STANAG 4370 ohne Einschränkung der Funktionalität; *Mit Einschränkung der Batterielebensdauern,
  • Lebensdauer des Gehäuses mindestens 6000 Schuss; Lebensdauer des Rohres mindestens 6000 Schuss,
  • Maximal 4,5 kg Gesamtgewicht Waffe ohne Mündungsbremse, Visiereinrichtung und Zubehör, mit Montageschienen und leerem Magazin (10 Schuss),
  • Zubehör: Magazine 10 Schuss, Magazine 20 Schuss, Reinigungsgerät, Hülsenfangsack, Ladelehren, Schnittmodell, Sonderwerkzeugsätze, Drehmomentsätze.
  • Sonstige wichtige Merkmale: Farbgebung Grau (Sniper grau), Verstellbare Gasabnahme,
    Munitionserstpakete für Integrierte Nachweisführung sowie Serie.

Da keine ITAR-Freiheit der Waffe oder des Zubehörs gefordert wurde, kann davon ausgegangen werden, dass sich neben europäischen auch amerikanische Handwaffenhersteller bzw. europäische Hersteller mit Waffensystemen, die ITAR-Regularien unterliegen, an der Ausschreibung beteiligen werden.

Waldemar Geiger