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IrvinGQ aus den USA (ehemals Airborne Systems) hat eine Luftlandeplattform zum Absetzen des unbemannten Bodenfahrzeugs (Unmanned Ground Vehicles, UGV) THeMIS von Milrem Robotics entwickelt.

Ein UGV ermöglicht auch Operationen in Gebieten mit hoher Bedrohung, ohne Soldaten einer direkten Gefahr auszusetzen. Die unbemannten Bodenfahrzeuge sollen aber nicht nur sicherer, sondern auch effektiver bzw. leistungsfähiger sein als vergleichbare bemannte Systeme. Dank des von IrvinGQ entwickelten Lastenschirmsystem können die UGVs schnell in Einsatz- oder Waldbrandgebiete verbracht werden. Genutzt wird dabei das ATAX Land airdrop system, das IrvinGQ für das UGV Milrem Robotics THeMIS und das Multscope Rescue UGV angepasst hat.

ATAX ist ein modulares Rapid-Rig/De-Rig Schirmsystem, das Soft Landing Airbags anstelle herkömmlicher Energie dissipierender Materialien (EDM) verwendet. Die wiederverwendbaren Airbags reduzieren die Ladevorbereitungs- und Packzeiten durch Eliminierung unnötiger Takelage-Materialien. Außerdem werden die Stoßkräfte signifikant reduziert, die auf die Ladung einwirken. Dadurch erhält das Fahrzeug eine echte Drive-On-Drive-Off-Fähigkeit. Nach der Landung wird das UGV automatisch freigegeben, um in den Einsatz fahren zu können, ohne dass Soldaten zuvor Hand anlegen müssen. Der Hersteller verspricht eine wirklich volle autonome Fähigkeit. Neben dem Schirmsystem (zum Beispiel G11, G12, SC15 und vergleichbaren) besteht das Gesamtsystem aus einer leichten Plattform, auf der das Fahrzeug verzurrt wird. Die Plattform hat die Maße 2,74 x 2,46 m. Sie kann aus Luftfahrzeugen wie C-130 Hercules, C-17, Embraer KC390 oder Airbus A400M abgesetzt werden.

Funktionsweise des ATAX (Video: IrvinGQ)

„Die Airdrop-Plattform wird die Möglichkeiten bieten, UGVs wie das autonome oder ferngesteuerte THeMIS auch hinter feindlichen Linien zum Einsatz zu bringen, oder im Rahmen von Luftlandeoperationen zusammen mit der Infanterie. Feuerwehrleute könnten mit ATAX das Multscope Rescue-Systeme abwerfen, um großflächige Gelände- oder Waldbrände zu bekämpfen, ohne Leben zu gefährden “, sagte Kuldar Väärsi, CEO von Milrem Robotics.

André Forkert

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