ERGR II – Bundeswehr erhält leistungsstärkere Navigationssysteme

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Die Bundeswehr hat im Januar 2020 unter der Bezeichnung „Explosion Resistant GPS Receiver“ (ERGR) die ersten GNSS Navigationssysteme vom Typ ERGR II von Collins Aerospace erhalten. Dies ist das Nachfolgegerät des vielfach verwendeten ERGR I. Für das laufende Jahr ist die Auslieferung von mehr als 2.000 ERGR II Geräten vorgesehen. Die Geräte werden von Rockwell Collins Deutschland GmbH, einem Unternehmen von Collins Aerospace, in Heidelberg hergestellt.

Die Bundeswehr hat im Januar 2020 unter der Bezeichnung „Explosion Resistant GPS Receiver“ (ERGR) die ersten GNSS Navigationssysteme vom Typ ERGR II von Collins Aerospace erhalten. (Foto: Heiming)

Der ERGR II (explosionsresistenter GPS-Empfänger) verwendet GPS-Technologie der neuesten Generation, die auf dem Collins Aerospace Selective Availability/Anti-Spoofing Module (SAASM) basiert und ist erweiterbar auf die zukünftige GPS “M-Code” Technologie, aber auch auf zukünftige Galileo PRS Technologien. Das Gerät wurde strategisch für die sich schnell bewegenden, anspruchsvollen Kampfumgebungen sowohl von Boden- als auch von Seeplattformen entwickelt. Die Robustheit gewährleistet, im Falle von Minen- oder IED-Explosionen an Ort und Stelle zu bleiben. Die ERGR Geräte wurden in Abstimmung mit der Bundeswehr entwickelt und haben sich zum militärischen Standard-GPS-Computer für Fahrzeuge in Deutschland sowie in vielen anderen internationalen Streitkräften entwickelt. Der ERGR II bietet die Navigationsfähigkeiten, Schnittstellen und die Möglichkeit zur Hochrüstung, um die langfristige Tragfähigkeit des Systems bei zukünftigen Einsätzen zu gewährleisten.

In das 1,7 kg schwere, gehärtete Gehäuse können zwei Empfängerkarten eingebaut werden: Für das US-System GPS und optional unter anderem für das Europäische Galileo PRS, das keinen ITAR Regularien unterliegt. Damit kann der ERGR II missionsspezifisch angepasst werden. Für die Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegen Jammer sind spezielle Antennen verfügbar. Bei einer Versorgungsspannung zwischen 9 und 32 Volt hat das Gerät eine Leistungsaufnahme von weniger als zehn Watt und ist somit vielseitig verwendbar.

Gerhard Heiming