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Die erste Tranche von zwölf Kampfpanzern Armata T14 und vier Bergepanzern Armata T16 soll noch Ende 2019 oder Anfang 2020 ausgeliefert werden. Auf einer Pressekonferenz während der Dubai Airshow erläuterte Sergej Tschemesow, Chef des staatlichen Technologie-Konzerns Rostec, den Sachstand des russischen Leuchtturmprogramms Armata.

Armata ist eine standardisierte Plattform mit schweren Kettenfahrzeugen, die als Grundlage für die Entwicklung eines Kampfpanzers, eines Schützenpanzers, eines gepanzerten Mannschaftswagens und einiger anderer gepanzerter Fahrzeuge dient.

Der T-14 Kampfpanzer auf Basis der Armata-Plattform wurde erstmals bei der Victory Day Parade auf dem Roten Platz am 9. Mai 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das neue Kampffahrzeug verfügt über voll digitalisierte Ausrüstung, einen unbemannten Turm und eine isolierte gepanzerte Kapsel für die Besatzung.

Im Februar 2018 hatte das russische Verteidigungsministerium einen Vertrag über die Serienproduktion von 132 Armata T14, T15 und T16 abgeschlossen. Danach sollten die etwa 100 Fahrzeug bis Ende 2020 ausgeliefert sein. Das wird nach Einschätzung von Insidern nicht erreicht werden können.

Anfang 2019 hatte das Ministerium den Beginn der Firmenerprobung eines Vorausloses von knapp 20 Kampfpanzern T14 mitgeteilt. Im Mai 2019 präsentierte das 1. Garde Panzerregiment Chertkovsky der 2. Taman Garde MotSchützen den T14 bei der Victory Day Parade.  Danach gingen die Panzer in verschiedene Klimazonen zur weiteren Erprobung. Anfang 2020 soll dieses Regiment die ersten T14 erhalten und das Pilotlos der zwölf Kampfpanzer und vier Bergepanzer im Truppenversuch auf die Eignung aus Truppensicht prüfen.

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Die Panzer des Pilotloses sind die ersten Fahrzeuge aus der Serienproduktion. Gegenüber der bisher bekannten Ausstattung sollen einige bedeutenden Verbesserungen implementiert worden sein, wie Franz Stefan Gady im „The Diplomat“ berichtet. Demnach wurden Motor, Getriebe und Feuerleitsystem überarbeitet. Außerdem erwartet Gady eine neue oder modifizierte Munition für die 125-mm-Bordkanone.

Bei seiner ersten öffentlichen Vorstellung 2015 hatte die Armata-Plattform vor allem wegen des vermuteten hochwirksamen Schutzes gegen Beschuss und Minen/IED sowie der starken Kanone Aufsehen erregt.

Der Kampfpanzer T14 ist nach den bisher bekannten Daten mit unter 50 Tonnen deutlich leichter wie die westlichen Kampfpanzer (z.B. Leopard 2, M1 Abrams, LeClerc, Challenger) und wird von einem 12-Zylinder-Diesel mit 1.100 kW angetrieben.(Leistungsgewicht 22,9 kW/t). Das Laufwerk hat sieben Laufrollen und hydropneumatische Federung. Die Hauptbewaffnung ist eine 125-mm-Glattrohrkanone mit automatischem Lader ergänzt durch eine achsparallel Waffenstation für leichte und mittlere Maschinenwaffen. Experten rechnen aber auch mit einer 152-mm-Glattrohrkanone als Haupt- und einer 30-mm-Kanone als Sekundärbewaffnung. Auch eine Flugabwehrrakete wird für möglich gehalten. Die Panzerung ist eine Kombination aus Verbund- und Reaktivpanzerung sowie abstandsaktiven Hard- und Softkillsystemen.

Bisher ist nicht erkennbar, ob die Armata-Familie – wie geplant – den T-90 im russischen Heer ablösen wird. Die russische Panzertruppe ist überwiegend mit Kampfpanzern T-72, T-80 und T-90 ausgerüstet. Hinzu kommt eine große Anzahl eingelagerter Kampfpanzer.

Gerhard Heiming