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Am 28. November hat die australische Verteidigungsministerin Linda Reynolds auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass Australien sich für die General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) MQ-9B SkyGuardian UAS entschieden hat und nicht für das konkurrierende Modell MQ-9A Reaper aus dem gleichen Hause.

Im Gegensatz zum Reaper kann die SkyGuardian auch für den zivilen Luftraum zertifiziert werden. Dem Vernehmen nach soll diese Fähigkeit letztlich das entscheidende Ausschlusskriterium gewesen sein.

Im Rahmen des Projekts Air 7003 Phase 1 (Armed MALE UAS) will die Royal Australian Air Force (RAAF) 12 bis 16 SkyGuardian beschaffen. Dem Australian Defence White Paper zufolge hat das Projekt hat Gesamtbudget von 800 Millionen Euro.

Anfänglich hatte sich auch der Hersteller Israel Aircraft Industries (IAI) mit seiner Drone Heron TP MALE UAS an der Ausschreibung für den Air 7003-Vertrag beteiligt.

Um den Zuschlag zu erhalten, hatte GA-ASI unter dem Namen “Team Reaper Australia” ein Konsortium australischer Partnerfirmen zusammengestellt und erstmals auf der Australian International Airshow 2017 in Avalon südlich von Melbourne vorgestellt. Seitdem war das Konsortium weiter angewachsen und umfasste letztlich die australischen Firmen Airspeed, Cobham, CAE Australia, Flight Data Systems, Quickstep Holdings, Raytheon Australia, Rockwell Collins, Sentient Vision, TAE Aerospace and Ultra Electronics Australia.

Die nächste Phase wird sich auf die Ausarbeitung des Beschaffungsvorschlags für die MQ-9B konzentrieren, der voraussichtlich 2021-22 von der Regierung geprüft werden soll. Das Projekt wird das erste bewaffnete Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System Australiens bereitstellen.

“Spitzentechnologie dieser Art, die mit modernen Sensoren und Systemen ausgestattet ist, würde Flugzeuge wie den F-35 Joint Strike Fighter ergänzen und sicherstellen, dass die RAAF die modernsten Fähigkeiten erhält”, sagte die Verteidigungsministerin Linda Reynolds und fuhr fort: “Australische Unternehmen, die eine Reihe innovativer Fähigkeiten in den Bereichen Sensorik, Kommunikation, Fertigung und Lebenszyklusunterstützung anzubieten haben, werden die Möglichkeit eerhalten, ihre Fähigkeiten während dieses Entwicklungsprozesses einzubringen.

Christian Kanig