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Aimpoint hat auf der MILIPOL 2019 sein neues Rotpunktvisier CompM5b vorgestellt. Die Optik entspricht von den Abmessungen weitgehend dem M5, hat das Batteriefach aber unten links angeordnet. Das “B” steht für ballistische Kompensation. Statt der beiden Justierschrauben für Höhe und Seite verfügt das neue Modell über kalibrierte Stelltürme. Über die lässt sich die Position des 2MOA-Punktes  schnell verstellen. So lässt sich das Visier zum einen an die ballistische Kurve der jeweils genutzten Munitionssorte auf verschiedene Schussdistanzen anpassen, zum anderen können auch seitliche Ablagen – etwa durch Querwind – ausgeglichen werden. Auf die Stelltürme lassen sich hierzu an die jeweiligen Munitionssorten angepasste ballistische Kappen aufsetzen. Auf der Milipol zeigte Aimpoint unter anderem Ausführungen für 5,56mm x 45 und .300 BLK. Die schwedischen Optik-Spezialisten können diese Kappen aber nach Kundenwünschen maßschneidern.

Statt der beiden Justierschrauben für Höhe und Seite verfügt das neue Modell über kalibrierte Stelltürme. (Foto: Weisswange)

In gewohnter Weise handelt es sich beim CompM5b um ein äußerst kompaktes und robustes geschlossenes System, welches durch eine handelsübliche AAA-Batterie (1,5V) betrieben wird. Deren Lebensdauer beträgt je nach Einstellung mindestens fünf Jahre. Die Intensität des Rotpunktes umfasst vier Nachtsicht- und sechs Tageinstellungen. Die Optik selbst wiegt lediglich 180 Gramm. Sie ist mit älteren Zusatzgeräten des schwedischen Rotpunktoptik-Pioniers sowie mit Nachtsichtgeräten kompatibel. Ebenso ist das Visier bis 45 Meter wasserdicht.

Insbesondere in Verbindung mit den Vergrößerungsnachsätzen 3XMag-1 und 6XMag-1 aus dem Hause Aimpoint kann das neue Visier seine Vorteile ausspielen und die Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit und Präzision auf wechselnde Distanzen deutlich erhöhen. Es stellt so durchaus eine Alternative zu “Turmbau-Lösungen” aus ZF und aufgesetztem Rotpunktvisier oder ZF mit integriertem Rotpunkt dar – auch wenn das Aimpoint CompM5b ein vollwertiges ZF natürlich nicht ersetzen kann und soll.

Jan-Phillipp Weisswange