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Zu den zahlreichen Objekten, die Rheinmetall auf der diesjährigen Annual Meeting & Exposition der Association of the United States Army (AUSA) präsentiert, gehört die Wiesel Wingman-Lösung der nächsten Gegenration für Roboter-Kampffahrzeuge. Mit Blick auf die Anforderungen des U.S. Army Programms Robotic Combat Vehicle-Light (RCV-L) hat Rheinmetall die Fähigkeiten der Fahrzeugplattformen Wiesel Digital und Mission Master UGV zusammengeführt.

Wiesel Digital ist die volldigitale Version des Wiesels mit einem digitalisierter Getriebe anstelle der mechanischen und hydraulischen Übertragungselemente. Der Wiesel Wingman ist mit Drive by Wire (DbW) mit dreifacher Redundanz ausgestattet und ist das erste gepanzerte Kettenfahrzeug, das für den Einsatz auf der Straße mit DbW zertifiziert ist. Kennzeichen sind eine hohe Mobilität mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und die gute Manövrierfähigkeit auf unterschiedlichem Gelände aufgrund des geringen Gewichts und des geringen Bodendrucks.

Für RCV-L wird die geschützte Plattform beispielhaft mit der standardisierten Waffenanlage CROWS-J ausgestattet. Für die Aufklärung kann neben den Optiken die integrierte Drohne genutzt werden. Lufttransport ist mit CH-47 und CH-53 als interne oder externe Last möglich.

Wiesel Wingman-Lösung für Roboter-Kampffahrzeuge
Wiesel Wingman-Lösung für Roboter-Kampffahrzeuge

Für autonome Fähigkeiten werden Technologien vom Mission Master genutzt. Hierzu gehört die bewährte Suite von Sensoren, universeller Plattformsteuerung und Navigationssoftware. Das Kit für Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es, teilautonome und autonome Operationen durchzuführen, von der ferngesteuerten Lenkung über die Leader-Follower-Bedienung bis hin zur Wegpunktnavigation. Hindernisvermeidung, Betrieb in Umgebungen ohne GPS und ferngesteuerte Sensor- und Effektorsteuerung machen den Wiesel Wingman zu einem intelligenten und robusten Fahrzeug. Die offene Softwarearchitektur und das große interne Volumen bieten der US-Armee ein erhebliches Wachstumspotenzial für Zukunftstechnologien.

Gerhard Heiming