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Das israelische Verteidigungsministerium hat sich für das Iron Fist Light Decoupled (IFLD), ein aktives Schutzsystem entschieden, welches zukünftig zur Ausstattung des neuen Radpanzer Eitan und dem D-9 Bulldozer der israelischen Streitkräfte gehören soll.

Iron Fist ist ein abstandsaktives Hardkill-Schutzsystem für Landfahrzeuge des Herstellers Israel Military Industries (IMI), welcher mitlerweile von Elbit Systems übernommen wurden. Die Auftragsvergabe für das Programm erfolgt vorbehaltlich des Abschlusses der Verhandlungen zwischen den Parteien. Die U.S. Army untersucht zurzeit, ob IFLD für den Schützenpanzer Bradley geeignet ist.

Funktionsprinzip von Iron Fist (Video: Elbit Systems)

Die IFLD setzt unabhängige optische Sensoren, Ortungsradar, Trägerraketen ein, um Bedrohungen in einem sicheren Abstand zum verteidigten Kampffahrzeug zu bekämpfen. Das System bietet eine 360-Grad-Schutzabdeckung für Nahbereichsszenarien im offenen Gelände oder in städtischen Gebieten. Ein geringes Gewicht sowie eine geringe Größe ermöglichen es, IFLD auf unterschiedlichen Kampffahrzeugen einzusetzen.

Der 8×8 Eitan APC ist als Truppentransporter konzipiert und soll die bisher genutzten M113 ersetzen. Die Panzerung besteht aus einer Kombination von Panzerstahl und Verbundpanzerung. Die V-förmige Wannenunterseite trägt zum Schutz gegen Landminen bei. Die Kabine verfügt über ABC Schutz und Klimaanlage. Das modulare Kampffahrzeug ist für unterschiedliche Waffensysteme ausgelegt. Hierzu gehören eine 40-mm-Kanone, Mörser oder Raketenwerfer. Der rund 40 Tonnen schwere Eitan wird von einem 560 kW Dieselmotor angetrieben und kann eine Endgeschwindigkeit von 95 km/h auf der Straße erreichen.

Daniel Krissel