Print Friendly, PDF & Email

Die Gebirgsjäger- und Infanterie-Truppen der französischen Armee erhalten neue Regenschutzanzüge mit der Gore Micro-Grid-Backer-Technologie.

Etwa 12.000 Infanteristen und 8.000 Gebirgsjäger sollen den neuen, leichten, dauerhaft wasserdichten und extrem atmungsaktiven Gore-Tex-Nässeschutzanzug erhalten. Er wird vom renommierten Bekleidungshersteller Grassi auf Basis der Funktionstextiltechnologie von W. L. Gore & Associates gefertigt. Er ist für den Einsatz in hochalpinen Regionen ebenso ausgelegt wie für mediterrane Klimabedingungen. Der Anzug eignet sich für viele unterschiedliche Aufgabenstellungen mit verschiedensten Ausrüstungskonfigurationen. Maximale Bewegungsfreiheit und Komfort sind zentrale Leistungsmerkmale.

Mehr Komfort und Robustheit

Der neue Gore-Tex-Nässeschutzanzug besteht aus Jacke und Überhose und basiert auf der Gore Micro Grid Backer Technologie. Dabei kommt auf der Innenseite des dreilagigen Gore-Tex-Laminats ein sehr dünnes, feinfädiges, aber dennoch äußerst robustes Polyamidgewebe mit offener Gitterstruktur zum Einsatz. Diese Technologie ist hoch abriebfest und verhindert Fadenzieher – die Innenseite des Schutzanzugs ist somit widerstandsfähiger gegen raue Oberflächen. Die Innenseite gleitet zudem mühelos über darunter getragene Bekleidungsschichten, wodurch das Anziehen der Jacke erleichtert wird und sich der Träger freier und komfortabler bewegen kann. Zudem ermöglicht diese Textiltechnologie ein geringeres Gewicht. Der neue Regenschutzanzug wiegt etwa 30 Prozent weniger als der bisher von den Soldaten getragene Anzug. Weniger Gewicht bedeutet auch weniger Volumen, sodass der Anzug klein ist und damit optimal verpackt werden kann.

Die Gore-Tex-Membrane ist dauerhaft wasserdicht und hoch atmungsaktiv. Das Obermaterial saugt dabei kaum Wasser auf. Um Hitzestress möglichst zu vermeiden, unterstützt die physiologisch optimierte Produkttechnologie die Ableitung von Wärme und Feuchtigkeit vom Körper. Zudem schützt sie vor verschiedenen Flüssigkeiten und handelsüblichen Chemikalien wie Diesel, Öl und Schmiermitteln. Die dauerhafte Haltbarkeit der Membrane ist auch dann gewährleistet, wenn das Material bei sehr kalten Temperaturen abgeknickt wird. Wetterschutzkleidung mit Gore Micro Grid Backer Technologie kombiniert die Vorteile von erhöhter Leistungsfähigkeit und verbessertem Tragekomfort.

Verstärkungen im unteren Bereich der Hosenbeine schützen vor Abrieb, beispielsweise durch die Skistiefel der Gebirgsjäger. (Foto: W. L. Gore & Associates)

Der neue Gore-Tex-Nässeschutzanzug bietet den Soldaten der Gebirgsjäger und der Infanterie darüber hinaus ein optimiertes Design und verbesserte Gebrauchstauglichkeit. Die Bekleidung lässt sich schnell an- und ausziehen, sie passt sich einfach individuellen Bedürfnissen an und ermöglicht hohe Bewegungsfreiheit. Die Jacke lässt sich mit einem wasserdichten Reißverschluss mit Untertritt schließen. Öffnungen vorne ermöglichen Zugriff auf die Uniformtaschen, die für persönliche Dokumente oder das Smartphone Platz bieten, und sorgen gleichzeitig für gute Belüftung. Die Kapuze lässt sich im Kragen verstauen, Ärmel und Bund sind in der Weite einstellbar. Das An- und Ausziehen der Überhose wird durch Reißverschlüsse auf beiden Seiten erleichtert. Die Drei-Punkt-Hosenträger sind einfach per Klettverschluss verstellbar. Verstärkungen im unteren Bereich der Hosenbeine schützen vor Abrieb, beispielsweise durch die Skistiefel der Gebirgsjäger. Beschädigte Stellen können mithilfe eines Reparatursets für Gore-Tex-Textilien repariert werden.

Erfolgreiche Praxistests

Damit bietet der Regenschutzanzug ein hohes Maß an Funktionalität, Flexibilität und Komfort. Durch seine lange Haltbarkeit sind die Lebenszykluskosten zudem sehr niedrig. Gebirgsjäger haben die Anzüge vor der Beschaffung bereits in alpinem Gelände bei kaltem Wetter und hoher körperlicher Aktivität erfolgreich getestet. Auch die Soldaten der Infanterie haben die Schutzanzüge im Einsatz unter Benutzung von Waffen, Fahrzeugen etc. getestet. Somit ist die bestmögliche Leistung der Soldaten bei unterschiedlichen Wetter- und Einsatzbedingungen gewährleistet.

Jan-Phillipp Weisswange