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Einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Bundesministeriums der Verteidigung, wo es hauptsächlich um die Verteidigungsausgaben des Kabinettbeschlusses zum Etatentwurf 2020 geht, bezieht das Ministerium Stellung zur Finanzierung künftiger Rüstungsprojekte.

So heiß es in der Mitteilung: „Darüber hinaus ist die Finanzierung einer Vielzahl größerer Rüstungsvorhaben gesichert. Hier sind beispielsweise der Schwere Transporthubschrauber, das Mehrzweckkampfschiff 180, die Entwicklung und Beschaffung der Eurodrohne, das 2. Los des Schützenpanzers Puma sowie der Ersatz der alternden Tranche 1 des Eurofighter zu nennen.“

Bis März 2019 wurden bislang 269 von insgesamt 350 vertraglich vereinbarten Schützenpanzern, inklusive der acht Fahrschulfahrzeuge, an die Bundeswehr ausgeliefert. Die Auslieferung des letzten Fahrzeuges des ersten Loses wird im August 2020 erwartet.

So ist bereits im Mai 2019 erschienen Wehrtechnischen Reports „Schützenpanzer Puma“, über die konzeptionelle Zeitlinie zur Ablösung des Schützenpanzers Marder folgendes zu lesen.

„Um im Zuge der aufgabenorientierten Ausstattung der Panzergrenadiere die zahlenmäßige Verfügbarkeit an einsatzbereiten SPz sicherzustellen, ist eine Nutzungsdauerverlängerung des SPz Marder bis mindestens 2025 vorgesehen. Damit werden die rüstungstechnischen Grundlagen geschaffen, um den SPz Marder im Zeitraum 2025 bis 2030 vollständig ablösen zu können. Die Detailplanung der Ablösung ist abhängig von der Entscheidung zur Beauftragung eines 2. Loses und dem tatsächlichen Zulauf an weiteren SPz Puma.“ Schreibt der technische Regierungsdirektor Mark Mozer, Referent in der Abteilung Ausrüstung des Bundesministeriums der Verteidigung.

Finanzierung für bis zu 210 weitere Schützenpanzer Puma gesichert
Finanzierung für bis zu 210 weitere Schützenpanzer Puma gesichert

Bezüglich der möglichen Beauftragung des 2. Loses schreibt der Autor weiter: „Zur aufgabenorientierten Ausstattung der Panzergrenadiertruppe mit SPz wurden drei Möglichkeiten des Handelns untersucht. Darunter fiel die Beauftragung von weiteren SPz Puma, eine weitere Nutzungsdauerverlängerung inklusive Kampfwertsteigerung des SPz Marder sowie die Beschaffung des Gepanzerten Transportkraftfahrzeugs (GTK) Boxer in einer SPz-Version. Neben der Bewertung der damit verbundenen Mengengerüste, Kosten und Aufwände hat sich das Heer aus taktisch-operationellen Gründen für die Beschaffung von weiteren SPz Puma ausgesprochen.“

Mit der Bekanntgabe der gesicherten Finanzierung sind somit weitere Schritte in der Detailplanung möglich. Für eine Vollausstattung sind nach jetzigen Planungen der Bundeswehr 560 Schützenpanzer vorgesehen. Daraus ergäbe sich eine Losgröße von 210 Pumas im 2. Los.

Weitere Details über die aktuellen technischen Leistungsmerkmale und geplante Kampfwertsteigerungen des Pumas können in dem angesprochene Wehrtechnischen Report „Schützenpanzer Puma“ nachgelesen werden.

Waldemar Geiger