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Die SitaWare-Produkte (Headquarters, Frontline & Edge) werden in vielen Ländern eingesetzt, um Truppen einen Informationsvorteil zu verschaffen und das Situationsbewusstsein zu erhöhen. Alle diese Lösungen waren bisher auf die Bedürfnisse von Landstreitkräfte ausgerichtet.

Jetzt stellt Systematic mit „SitaWare Maritime” eine neue maritime Funktionalität vor, um die SitaWare Command and Control (C2) Software zu erweitern. Erstmalig wurde die Neuheit auf der IDEX in Abu Dhabi vom 17. bis 21. Februar 2019 gezeigt und für den deutschen Markt anlässlich der AFCEA 2019 in Bonn.

Mit SitaWare Maritime bietet Systematic eine Lösung an, die speziell integrierte Funktionen für den maritimen Bereich bietet, z.B. Seekarten, Marinesymbolik, Track-Korrelation usw. SitaWare Maritime ist ein Kampfunterstützungssystem zur Verbesserung des Situationsbewusstseins – aber in Nicht-Echtzeit. Es ist nicht das Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) der Schiffe, oder soll dieses ersetzen. Die Erweiterung basiert auf SitaWare Headquarter.

Sie hilft den Nutzern zu überwachen, zu bewerten, zu entscheiden, zu planen und zu steuern. Situationsbewusstsein, operative Unterstützung, Planungs- und Ausführungsinstrumente sowie Informationsaustausch sind bei maritimen Operationen, in denen Kommandanten komplexe Entscheidungen in Situationen mit hohem Tempo treffen müssen, von grundlegender Bedeutung. Um eine solide Grundlage für den operativen Erfolg zu haben, bietet SitaWare ihnen wichtige Funktionen für das maritime C4I (Command & Control) – zusammen mit der Bereitstellung des Recognized Maritime Picture (RMP) unter Verwendung einer Reihe von Informationsquellen, einschließlich organischer Sensoren, AIS, OTH-Gold und Link 16 – in einem einzigen System. Die Software kann sowohl in Kommando- und Lagezentren an Land als auch durch die Kommandanten der seegehenden Einheiten eingesetzt werden kann. Die offene Standard-Kommunikationsarchitektur von SitaWare ermöglicht die Annahme von Feeds in einer Vielzahl von Formaten und Protokolle. Das System führt automatisch eine Spurkorrelation durch, um Doppelarbeit zu vermeiden. Der RMP kann nach Benutzeranforderungen gefiltert werden und kann auf verschiedenen Klassifizierungsstufen präsentiert werden.

Die Software bietet mehrere flexible Planungstools, die die Durchführung einer taktischen Schätzung und die grafische Entwicklung von Plänen unterstützen. Zu diesen Tools gehören Waffen- und Sensorbereiche und andere Plattformfunktionen in 2D und 3D sowie die Möglichkeit, Überlagerungen hinzuzufügen, die beispielsweise Meeres- und Wettervorhersagen enthalten. Sobald Pläne entwickelt und genehmigt wurden, sollen sie mit den IRIS-Tools von Systematic automatisch in formatierte Nachrichten exportiert werden können.

Obwohl neu auf dem Markt, wird diese Lösung schon durch Marinen in Dänemark und Irland eingesetzt. Laut Systematic ist man mit der Deutschen Marine für einen Einsatz auf dem neuen Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS 180) im Gespräch.

André Forkert