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Die Telerob Gesellschaft für Fernhantierungstechnik hat die neue Generation ihres EOD-Roboters tEODor (telerob Explosive Ordnance Disposal and observation robot) vorgestellt. Der tEODor EVO bietet ein neues Bedienkonzept, das dem Bediener eine leichte und komfortable Handhabung des Roboters zur Bombenentschärfung ermöglicht.

Das Bedienkonzept „Robo Command“ besteht aus einer in Volumen und Gewicht reduzierten Kommunikationseinheit und einer mit Multi-Touch-Screen ausgestatteten Bedieneinheit. Der Funkbetrieb über IP Mesh gewährleistet eine stabile Funkübertragung und flächendeckendes Netz im urbanen Umfeld. Die Reichweite kann bei Bedarf mit Repeatern um je 1.000 m erhöht werden. Einen optimalen Überblick während des Einsatzes liefern die HD-fähigen Schwenk- und Neigekameras mit LED-Beleuchtung.

Wichtig war den Entwicklern nicht nur die technische Weiterentwicklung, sondern auch die Bedienerfreundlichkeit des Roboters zur Bombenentschärfung: „Der Anwender muss sich gerade in Stresssituationen auf eine schnelle, sichere und unkomplizierte Bedienung verlassen können“, so Geschäftsführer Thomas Biehne.

Der 383 kg schwere Roboter kann seine Greifer und Werkzeuge bis zu 2,86 m hoch oder 1,86 m weit einsetzen. Der Blei-Gel-Akku ermöglicht einen Mischbetrieb von rund 3,5 Stunden. Wird nur eine Kamera zum Beobachten eingesetzt reicht die Energie für 20 Stunden. Die Eigengeschwindigkeit erreicht maximal drei km/h, wobei Steigungen bis 45 Grad und Stufen bis 0,25 m Höhe überwunden werden können. Verpackt nimmt der tEODor EVO nur ein Volumen von 1,37 m x 0,69 m x 1,13 m (LxBxH) ein.

Die Bundeswehr setzt das Vorgängermodell seit Jahren für die abstandsfähige Aufklärung, Identifizierung, Bewertung und Beseitigung von nicht zur Wirkung gelangten Kampfmitteln ein.

Judith Kiene / Gerhard Heiming

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