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Die US-Streitkräfte haben Aimpoint mit der Lieferung von Feuerleitsystemen des Typs FCS13-RE beauftragt. Sie sollen primär auf dem M3E1 MAAWS (Multi-Role Anti-Armor Anti-Personnel Weapon System) alias 84mm Carl Gustaf M4 aus dem Hause Saab Dynamics eingesetzt werden.

Das FCS13-RE ist ein dynamisches Universal-Reflexvisier mit Direktsichtkanal. Es verfügt über einen integrierten Laser-Entfernungsmesser und einen Ballistikrechner. Es gibt dem Schützen einen auf Reichweite, Munitionssorte, Geländewinkel und Umgebungsbedingungen abgestimmten Zielpunkt vor. Das System lässt sich nicht nur auf dem MAAWS, sondern auch auf anderen schweren Infanteriewaffen einsetzen, einschließlich 40mm HV-Granatmaschinenwaffen oder 12,7mm-Maschinengewehren. Das FCS13-RE bietet eine sehr hohe Trefferwahrscheinlichkeit auf größere Reichweiten sowohl auf stehende als auch auf bewegliche Ziele. Es  verwendet eine intuitive Benutzeroberfläche. Das System kann durch modulare Vergrößerungs- und Wärmebildkomponenten erweitert werden und ist mit allen Generationen militärischer Nachtsichtgeräte kompatibel.

Das M3E1 MAAWS ist eine modifizierte Version des M3A1 MAAWS und wurde ab 2017 durch die U.S. Army, das U.S. Marine Corps und das U.S. Special Operations Command beschafft. Dank Titan-Bauteilen fällt es deutlich leichter als das Vorgängermodell M3A1 und auch gut fünf Zentimeter kürzer aus.  Die effektive reichweite liegt bei bis zu 1.000 metern. Als Munitionssorten stehen bereit: Mehrzweckgeschosse (High Explosive-Dual Purpose, HEDP), Panzerabwehrgeschosse (High Explosive Anti Tank, HEAT), Sprenggeschosse (High Explosive), Panzerabwehrgeschosse mit Raketenunterstützung (HEAT RAP) sowie Leucht- und Nebelgeschosse.

Die Auswahl des Aimpoint FCS13-RE für den Einsatz auf dem M3E1 erfolgte nach umfangreichen Tests und Auswertungen, die in Zusammenarbeit mit dem Armament Research, Development and Engineering Center (ARDEC) der U.S. Army in Picatinny Arsenal, New Jersey, durchgeführt wurden. Die Auslieferung der beauftragten Feuerleitvisiere ist für 2019 geplant, der Auftragswert beläuft sich auf 24 Millionen US-Dollar.

Jan-Phillipp Weisswange

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