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Rheinmetall übernimmt das operative Geschäft der IBD Deisenroth Engineering GmbH. Nach dem kürzlich erfolgten Abschluss der Verträge soll die Transaktion zum 1. Juni 2019 wirksam werden. Rheinmetall ergänzt damit seine Kompetenz für den Schutz von militärischen Fahrzeugen und rundet sein Portfolio als Systemanbieter für die Landstreitkräfte ab. Deisenroth ist ein weltweit renommierter Anbieter von passiven Schutzsystemen vor allem für militärische Fahrzeuge.

Zwischen Rheinmetall und Deisenroth gibt es schon seit langem enge Kontakte. Die Rheinmetall Chempro ist aus der Deisenroth-Tochter Chempro hervorgegangen und seit 2007 ein Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall (51 Prozent) und Deisenroth. Die 2007 gemeinsam von Deisenroth (75 Prozent) und Rheinmetall gegründete ADS Gesellschaft für aktive Schutzsysteme mbH firmiert heute unter Rheinmetall Active Protection GmbH, an der Rheinmetall seit 2011 als Mehrheitsgesellschafter 74 Prozent der Anteile und die Familie Deisenroth 26 Prozent hält.

IBD Deisenroth hat in der Vergangenheit eine Reihe internationaler Töchter zur besseren Vermarktung und wegen der Nähe zum Kunden im Ausland gegründet. Hierzu gehören u.a. das Engineering Office Deisenroth Canada (EODC) in Gloucester, das Engineering Office Deisenroth Hellas (EODH) in Thessaloniki und Åkers Krutbruk Protection AB in Åkers Styckebruk, Schweden.

IBD Deisenroth hat in der Vergangenheit eine große Anzahl von Gefechtsfahrzeugen aller Größen – vom 4×4 Radfahrzeug bis zu schweren Kampfpanzern – sowie Lkw in nahezu allen bedeutenden Ländern mit Schutzelementen ausgestattet. Viele davon stehen in unmittelbarer Konkurrenz zu Rheinmetall-Produkten. Es wird interessant, zu erleben, ob sich daraus Konflikte ergeben und wie sie gelöst werden.

Gerhard Heiming

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