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Rheinmetall hat für die Laserwaffentechnologie eine neue Waffenstation entwickelt und getestet, die Laser mit Leistungen bis zu 100 kW aufnehmen kann. Das System besteht aus den Komponenten Laserquelle, Strahlführungssystem, Optik und Bewegungssystem. Mit der beweglichen Laserwaffenstation wird der Laserstrahl mechanisch auf das Ziel ausgerichtet. Die speziell für die Anforderungen eines Laserwaffensystems ausgelegte Waffenstation ist das letzte Glied für die Realisierung eines vollständigen Waffensystems mit Laserwaffentechnologie.

Foto: Rheinmetall

Die besonderen Leistungsparameter der Laserwaffenstation sind die extrem genaue mechanische Richtbarkeit und der unbegrenzte seitliche Schwenkbereich (Azimut) sowie eine Höhenrichtbarkeit (Elevation) von über 270°. Die Systemarchitektur ist eng auf das bei der Bundeswehr eingeführte Flugabwehrsystem Mantis ausgerichtet und bietet damit auch die notwendigen Schnittstellen zur Anbindung an übergeordnete Luftverteidigungssysteme.

Graphik: Rheinmetall

Die Waffenstation mit allen dazu erforderlichen Komponenten kann in zahlreiche militärische Plattformen integriert werden. Ausgeführt ist die Integration in einen handelsüblichen 20“-Container. Die kompakte Ausführung und der Energiebedarf der Komponenten lässt auch den Einbau in ein Gefechtsfahrzeug wie das GTK Boxer zu.

Die neue Laserwaffenstation hat im Erprobungszentrum Ochsenboden (Schweiz) ihre Leistungsfähigkeit erfolgreich nachweisen können. Dabei kamen unterschiedliche Strahlführungsmodule und Hochleistungslaser zum Einsatz, mit denen Drohnen und Mörsergranaten in einsatzrelevanten Entfernungen erfolgreich bekämpft werden konnten.

Die modular und skalierbar ausgelegte Waffenstation kann mit der in naher Zukunft verfügbaren 20 kW Laserquelle von Rheinmetall kombiniert werden.

Gerhard Heiming

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