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Eines der Puzzleteile der internationalen Ordnung, das bei der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz mit besonderer Besorgnis betrachtet wurde, war die Rüstungskontrollpolitik. Konkreter Anlass dafür war die Kündigung des INF-Vertrags. Den drohenden Kollaps dieses zentralen Stützpfeilers europäischer Sicherheitsarchitektur und der Rüstungskontrolle thematisierten eine ganze Reihe von Schlüsselredner der diesjährigen Konferenz. Ausführlicher diskutiert wurden die Konsequenzen für die europäische Sicherheit, das transatlantische Bündnis und die Zukunft der Rüstungskontrolle im Rahmen des Panels „Arms control: Nukes of Hazard?“.

Abgeschlossen wurde der INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces-Treaty) im Jahr 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion. Er verbietet den beiden Vertragspartnern landgestützte ballistische Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometer. Das Abkommen eliminierte seinerzeit diese ganze Klasse nuklearer Trägerwaffen, begrenzte erheblich den Rüstungswettlauf und stabilisiert seither die Sicherheit für Europa. 

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