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Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson gab am 11. Februar in einer Rede vor dem Royal United Services Institute (RUSI) den Start einer Studie zur Entwicklung einer neuen Generation von sogenannten ‚Littoral Strike Ships‘ bekannt. Diese sind weltweit einsetzbare Mehrzweckschiffe, die von der Krisenhilfe bis zur bewaffneten Einsatz eine Vielzahl von Operationen abdecken sollen. Sie sollen für unterschiedliche Missionen eingesetzt werden können und in der Lage sein, unabhängig oder innerhalb einer Task Force zu agieren. Sie seien für den Einsatz in Küstengebieten optimiert und können amphibische Operationen oder den Einsatz von Spezialkräften ermöglichen .

Die neuen Schiffe würden Bestandteil zweier neuer „Küsteneinsatzgruppen“ (‚littoral strike groups‘) werden, die darüber hinaus aus Eskort-Einheiten, Hilfsschiffen und Hubschraubern bestehen, führte Williamson weiter aus. Um die Rolle Großbritanniens bei der Bewältigung globaler Herausforderungen zu stärken werde eine der beiden Einsatzgruppen östlich von Suez („in the Indo-Pacific“) stationiert. Der Einsatzraum der anderen Gruppe wird westlich von Suez liegen, im Mittelmeerraum, im Atlantik und in der Ostsee.

Williamson betonte, dass es für Großbritannien eine Notwendigkeit sei, mit globalen Bedrohungen umzugehen. Wörtlich: „Großbritannien ist eine globale Macht mit realen globalen Interessen. Und da das neue ‚Global Great Game‘ auf globaler Ebene gespielt wird, müssen wir bereit sein, für unsere Interessen und Werte weit, weit weg von zu Hause einzutreten.“ Überdies sprach er sich für eine schnelle Realisierung des Konzeptes aus.

Hans Uwe Mergener

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