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Dieser Tage soll ein Versuch unternommen werden, die am 8. November vergangenen Jahres nach einer Kollision mit einem Öltanker verunglückte norwegische Fregatte Helge Ingstad zu bergen. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, zwei Schwimmkräne wurden im nahegelegenen Hanoytangen stationiert.

Das Bergungsteam wartet auf ein Fenster von fünf bis sechs Tagen, an denen für das Manöver akzeptable Wetterbedingungen (so wenig Wind wie möglich, Seegang unter einem halben Meter) herrschen, um den beiden Kränen die synchrone Arbeit zu ermöglichen. Nach dem Anheben wird das Wrack der Helge Ingstad in ein Schwimmdock eingeschwommen und zu weiterer Behandlung nach Haakonsvern transportiert, wo über ihr weiteres Schicksal entschieden werden soll. Ob Reparatur oder Kannibalisieren wird die Befundung zeigen.

Die Wetteraussichten der kommenden Tagen werden leider eher pessimistisch beurteilt, so daß weitere Verzögerungen in Kauf genommen werden müssen. Schon jetzt werden die Kosten für die Bergung mit 500 Millionen NKr, ca. 50 Millionen Euro beziffert. Jeder Tag Verzögerung bedeutet Verteuerung.

Die Helge Ingstad ist eine Fregatte der Fridtjof-Nansen-Klasse, welche gemeinschaftlich durch Lockheed Martin und Navantia gebaut wurde und mit dem Führungs- und Waffeneinsatzsystem AEGIS ausgestattet ist.

Hans Uwe Mergener

Mehr zu dem Thema: Vorläufiger Untersuchungsbericht zur Kollision der Helge Ingstad

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