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Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten erzielten Fortschritte bei der Entwicklung von Hard- und vor allem Software entspricht das Leistungsvermögen passiver Radarsysteme heute in vieler Hinsicht dem konventioneller Radare für die Überwachung von Luft- und Seeräumen. Hinsichtlich der Wirkung gegen Stealth-Flugzeuge werden ihnen sogar besondere Leistungen zugetraut. Trotzdem scheint die Nachfrage nach derartigen Systemen bisher eher gering zu sein.

Passives Radar bezeichnet eine Klasse von Radarsystemen, die Objekte durch die Verarbeitung von Reflexionen der Signale vom Empfänger abgesetzter, nichtkooperativer Sender orten und verfolgen können. Dabei müssen Standort und technische Eigenschaften der nichtkooperativen Sender möglichst genau bekannt sein. Sie sind ein Sonderfall der bistatischen Radarsysteme, die zur Vereinfachung der Relation zwischen Sender und Empfänger Signale von kooperativen, zum System gehörigen Sendern nutzen. Systeme, die nicht die von Zielobjekten reflektierten, sondern von Anlagen an Bord der Zielsysteme (Radar, Kommunikation, Navigation etc.) unmittelbar ausgesendeten Signale verarbeiten, werden gelegentlich ebenfalls als passive Radare bezeichnet, sind aber streng genommen Sensoren für die elektronische Aufklärung. 

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