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Der US-amerikanische Präsident Donald Trump arbeitet stärker als zuvor am Rückzug der US-Streitkräfte aus Syrien und Afghanistan, ohne eine solide Nachfolgestrategie zur Durchsetzung westlicher Stabilitätsinteressen zu haben. Das betrifft die Europäer direkt, die ohnmächtig zusehen müssen, wie der amerikanische Partner sich aus Arrangements zurückzieht, die vital für ihre Sicherheit sind.

Der amerikanische Abzug aus den Konfliktgebieten ist Ausdruck eines außenpolitischen Wandels, den Trump unter dem Motto „America First“ angekündigt hat. Sie stehen so im Zusammenhang mit der Absetzbewegung aus den Vereinten Nationen, wo die US-Regierung die amerikanischen Beiträge signifikant absenkt, der Absage an den internationalen Klimaschutz und der Austrittsdrohung aus der NATO, die der US-Präsident im letzten Jahr wohl öfter ins Gespräch gebracht hat. Natürlich wird die US-Außenpolitik nicht allein von Trump gemacht, doch fürchtet sich jeder in der Regierung vor dem nächsten verärgerten Tweet des Präsidenten, der die Zusammenarbeit zwischen den USA und ihren Partnern auf den Kopf stellen kann.

Maßnahmen wie der Rückzug aus Syrien und Afghanistan reflektieren die Überzeugung Trumps, dass die USA sich durch die institutionelle Einbindung und die Führungsrolle in Militärmissionen von den internationalen Partnern und Verbündeten ausnutzen lassen. Von Anfang an ein Gegner der Auslandseinsätze in Irak und Afghanistan, hat er die geringen Fortschritte in den Einsatzgebieten für seine Wahlkampfstrategie genutzt und den Abzug angekündigt. In Syrien und Afghanistan wird man beobachten können, wie es sich auswirkt, wenn der US-Präsidenten seine Wahlversprechen hält. 

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